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Fußball-Bundesliga: HSV besiegt Werder - Augsburg gewinnt in Stuttgart

Lange war das mit Spannung erwartete Nordderby zum Gähnen, dann flog Fritz vom Platz, traf der Hamburger SV gleich doppelt. So wie Bremen hängt auch Stuttgart unten drin, die Augsburg unterlagen.

Ein seltener Anblick, dabei ein langersehnter Grund zum Jubeln: Artjoms Rudnevs trifft für den HSV zum 1:0.

Ein seltener Anblick, dabei ein langersehnter Grund zum Jubeln: Artjoms Rudnevs trifft für den HSV zum 1:0.

Der FC Ausburg hat mit einem schwer erkämpften 1:0-Sieg die Krise beim Tabellenletzten VfB Stuttgart weiter verschärft. Kapitän Paul Verhaegh sorgte am Sonntag mit seinem Tor per Handelfmeter in der 72. Minute für den ersten Auswärtserfolg der bayerischen Schwaben nach zuletzt vier Niederlagen auf fremden Plätzen in der Fußball-Bundesliga. VfB-Verteidiger Adam Hlousek hatte zuvor den Ball bei einer Flanke von Raul Bobadilla aus kurzer Distanz im Strafraum gegen Hand und Unterarm bekommen. Stuttgarts Daniel Schwaab sah vor 48 200 Zuschauern bereits in der 28. Minute wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.

Tabellennachbar Hamburger SV hat Werder Bremen im 101. Bundesliga-Nordderby eine empfindliche Niederlage zugefügt und den Rivalen in der Tabelle überholt. Nach dem 2:0 (0:0)-Sieg steht der HSV mit nun zwölf Punkten sogar vor Borussia Dortmund. Werder (10 Punkte) musste am Sonntag die erste Niederlage unter Trainer Viktor Skripnik einstecken und steht nun im Heimspiel gegen Paderborn am nächsten Spieltag der Fußball-Bundesliga gehörig unter Druck. Artjom Rudnevs (84.) und Tolgay Arslan (90.+3) bescherten dem HSV mit ihren späten Treffern den wichtigen Heimsieg. Weder-Profi Clemens Fritz sah in der 89. Minute Gelb-Rot.

Der HSV begann im mit 57.000 Zuschauern ausverkauften Stadion mit Offensivdrang und hatte in der ersten Viertelstunde zwei Großchancen durch Valon Behrami (9.) und Youngster Mohamed Gouaida (11.). HSV-Trainer Josef Zinnbauer nahm den 21-Jährigen für Nationalspieler Marcell Jansen (Adduktorenprobleme) in die Elf, er begann aber auf dem rechten Flügel. Nicolai Müller wechselte auf links.

Überraschend lief Rafael van der Vaart neben Behrami vor der Abwehr auf der Sechser-Position auf, so richtig wohl schien sich der Kapitän dort aber nicht zu fühlen.

Lautstarke Unterstützung durch die Anhänger

Werder war zunächst mit defensiven Aufgaben beschäftigt, lediglich Zlatko Junuzovic (28.) prüfte HSV-Schlussmann Jaroslav Drobny. Fast im Gegenzug war der HSV nach einem Alleingang von Lewis Holtby (33.) wieder am Drücker, doch der Ex-HSVer Wolf war zur Stelle.

Die Bremer wurden vor der Pause noch durch zwei Freistöße von Junuzovic auf Lukimya (38.) und Hajrovic (44.) gefährlich, aber Drobny ließ sich nicht überwinden. In der kampfbetonten Partie verloren die Hamburger nach guter Defensivarbeit der Grün-Weißen ihren Anfangselan. Parallel dazu ließ auch die lautstarke Unterstützung der Anhänger nach, die einen neuen Dezibel-Rekord #link;http://www.stern.de/sport/fussball/fussball-bundesliga-2149640.htmll;in der Bundesliga# aufstellen wollten. Die mitgereisten rund 5000 Bremer waren zeitweise ebenso laut.

Werders Wolf bewahrte zu Beginn der zweiten Hälfte Santiago Garcia (52.) vor einem Eigentor, als der Ball nach Flanke von Matthias Ostrzolek von dem Oberschenkel des Verteidigers absprang. Aus 22 Metern hatte Junuzovic (66.) mit einem Freistoß die beste Möglichkeit, aber Drobny war erneut zur Stelle. Rudnevs und Arslan machten schließlich auf der Gegenseite den Sieg perfekt.

Zinnbauer und Skripnik waren bereits am 5. September mit den zweiten Mannschaften in der Regionalliga aufeinandergetroffen. Die Hamburger Bundesliga-Reserve siegte auswärts mit 4:2. Kurz darauf wurden beide U23-Coaches jeweils zum Cheftrainer der Profis befördert.

ins/DPA / DPA

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