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2. Bundesliga: Hannover 96 stichelt: Offizielle von 1860 München dürfen "nach Herzenslust" jubeln

Die Torjubel-Affäre im Spiel TSV 1860 München gegen FC St. Pauli war der Aufreger des vergangenen Zweitliga-Spieltags. Der kommende Gegner Hannover 96 ließ das jetzt nicht unkommentiert - und erteilte Jubel-Erlaubnis.

Hasan Ismaik, Mehrheitseigner des TSV 1860 München, hebt den Daumen. Torjubel ist in Hannover erlaubt

Offiziell: Hasan Ismaik, Mehrheitseigner des TSV 1860 München, darf in Hannover "nach Herzenslust jubeln".

Nach turbulenten Tagen muss sich Fußball-Zweitligist TSV 1860 München Sticheleien vom nächsten Zweitliga-Gegner Hannover 96 gefallen lassen. Club-Chef Martin Kind und der neue Manager Horst Heldt versicherten den "Löwen"-Verantwortlichen, dass sie im Falle eines Torerfolges im Spiel am Samstag (13.00 Uhr) in Niedersachsen jubeln dürfen. Ohne Konsequenzen.

"Ich kann Hasan Ismaik, alle seine Mitarbeiter und die Vorstandschaft nur herzlich einladen, am Samstag unsere Gäste zu sein. Und wenn für die Münchner ein Tor fallen sollte, dann dürfen natürlich alle nach Herzenslust jubeln", sagte Kind in einem Interview des "Münchner Merkur".

Ex-Profi vom TSV 1860 München: "Befremdlich"

Bei der 1:2-Heimpleite der Münchner gegen den FC St. Pauli hatte es dicke Luft auf der Ehrentribüne gegeben, nachdem die hanseatischen Vertreter sich über Treffer und Punkte gefreut hatten. Laut Pauli-Sportchef Andreas Rettig waren Vertreter seines Clubs erst zur Mäßigung aufgefordert und später dazu gedrängt worden, ihre Plätze zu verlassen und sich umzusetzen. Die Münchner bestritten diese Darstellung.

"1860 ist ein Kultverein, der perspektivisch in die 1. Liga gehört. Aber ich lese viel. Wenn sich das alles bewahrheitet, ist das mehr als befremdlich und nicht akzeptabel", monierte Heldt am Donnerstag. "Bei uns dürfen sie auch in der 91. Minute jubeln und werden nicht von ihren Plätzen verwiesen", sagte Heldt, von 1995 bis 1999 "Löwen"-Profi. Dabei haben die Niedersachsen auch genug eigene Probleme. Ihr Trainer Daniel Stendel steht schwer in der Kritik.


dho / DPA

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