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BVB landet furiosen Auswärtssieg bei Sevilla: Die Dortmunder in der Einzelkritik

Julian Brandt
Julian Brandt
© Getty Images
Borussia Dortmund hat in der Champions League einen wichtigen Sieg gegen den FC Sevilla gelandet: Bellingham und Meyer zählten zu den überragenden Akteuren.

Borussia Dortmund hat nach der bitteren Pleite gegen den 1.FC Köln eine gute Reaktion gezeigt und das wichtige CL-Auswärtsspiel gegen den FC Sevilla mit 4:1 gewonnen. Für die BVB-Tore sorgten Guerreiro, Bellingham, Adeyemi und Brandt. Die Schwarz-Gelben zeigten insbesondere in der ersten Halbzeit eine starke Partie, hielten den größeren Druck von Sevilla in Durchgang zwei aber ebenfalls stand. Bedanken konnte man sich jedoch auch bei Torwart Meyer und der mangelnden Präzision der Gastgeber im Abschluss. Wir werfen einen Blick auf die Leistungen der BVB-Kicker.

1. Alexander Meyer

Der BVB-Keeper wurde zum ersten Mal in der zehnten Minute gefordert und parierte gegen den frei vor dem Tor stehenden En-Nesyri doppelt. Ähnlich stark war seine Parade in der 36. Minute nach einem gefährlichen Kopfball des besagten Sevilla-Stürmers. Beim 1:3 bezwang En-Nesyri den BVB-Keeper dann mal, jedoch konnte dieser gegen den Kopfball auch nichts ausrichten. In der Schlussphase lenkte er einen Dolberg-Abschluss an die Latte. In Summe eine ganz starke Partie nach seinem Aussetzer gegen die Skyblues.

Bewertung: 9/10

2. Thomas Meunier

Der Rechtsverteidiger gehörte zunächst zu den unauffälligeren Dortmundern. Immerhin schlug er jedoch nicht ineffiziente Flanken in die Mitte, sondern wählte häufig den Kurzpass zu seinen Offensiv-Kollegen. Traumhaft war dann sein Zuspiel vor der Moukoko-Großchance in der zweiten Halbzeit. Defensiv wirkte Meunier sehr stabil, abgesehen von der Telles-Chance in der 56. Minute.

Bewertung: 7/10

3. Niklas Süle

Niklas Süle hat bereits in der dritten Minute die Führung auf dem Kopf, verfehlte das Tor jedoch um mehrere Meter. Kurz darauf war er bei einem Isco-Kopfball zu weit weg vom Mann. Ansonsten machte er einen recht souveränen und zweikampfstarken Eindruck, wenngleich er in seinen Aktionen nicht sonderlich auffiel. Bei der Dolberg-Chance kurz vor dem Ende stand er etwas zu weit weg, jedoch war das nicht mehr wirklich entscheidend.

Bewertung: 7/10

4. Nico Schlotterbeck

Schlotterbeck wirkte in der ersten Halbzeit sehr sicher, verlor nach dem Wiederanpfiff jedoch das Kopfballduell gegen En-Nasyri, der das 1:3 erzielte. Dabei konnte er jedoch wegen eines grenzwertigen Einsteigens des Sevilla-Stürmers auch nicht wirklich hochsteigen. Im Anschluss verzeichnete er Szenen mit Licht und Schatten. In der 63. Minute fuhr er eine sehr wichtige Grätsche im Strafraum, sah aber zehn Minuten später gegen En-Nesyri im Laufduell nur die Rücklichter, was wiederum zu einer Großchance führte.

Bewertung: 5/10

5. Raphael Guerreiro

Der Portugiese fand auf Anhieb stark in die Partie und bereitete die Süle-Chance in der dritten Minute per Freistoß vor. Nur zwei Minuten später verarbeitete er einen Diagonalball von Bellingham perfekt und erzielte per abgefälschten Linksschuss das 1:0. Guerreiro war sehr gut ins Offensivspiel eingebunden und bereitete auch die Chance von Brandt kurz vor dem Pausenpfiff sehenswert vor. In der zweiten Halbzeit war Guerreiro unauffälliger, verzeichnete aber keine großen Fehler. Auch defensiv hielt er sich größtenteils schadlos.

Bewertung: 8/10

6. Emre Can

Can lieferte zunächst eine solide und weitgehend fehlerfreie Partie ab, ehe er in der 36. Minute unnötigerweise ins Dribbling ging und mit einem klassischen Can-Ballverlust die Großchance von En-Nesyri verursachte. Immer wieder schlug Can nicht wirklich präzise lange Bälle, war in den Zweikämpfen dafür aber meist präsent. Lässig war lediglich seine verunglückte Abwehr-Aktion vor der letzten Sevilla-Chance in der Nachspielzeit.

Bewertung: 5/10

7. Salih Özcan

Der zentrale Mittelfeldspieler machte eine auffällige und in Hälfte eins überaus starke Partie. Özcan holte mit einem starken Lauf zunächst einen Platzverweis heraus, der jedoch wegen eines Fouls von Adeyemi im Vorfeld zurückgenommen wurde. Der Neuzugang machte jedoch munter weiter und bereitete das 2:0 von Bellingham per Vertikalpass vor. Ganz stark war kurz darauf auch sein Pressing, mit dem er an der Entstehung des 3:0 ausschlaggebend beteiligt war. Nach dem Pausenpfiff offenbarte Özcan jedoch einige Probleme, verlor viele Bälle und wirkte in den Zweikämpfen nicht wirklich präsent. Bestrafen konnte es der FC Sevilla nicht mehr.

Bewertung: 7/10

8. Jude Bellingham

Es ist überragend, was der BVB-Mittelfeldmotor auf den Platz zaubert und wie vielseitig sein Skill-Set ist. Das 1:0 bereitete Bellingham mit einem traumhaften Diagonalball auf Guerreiro ein, das 2:0 erzielte er nach kurzem Solo im Strafraum selbst. Der Engländer wurde beim Stande von 3:0 übel umgegrätscht, bekam aber nicht mal einen Freistoß zugesprochen. Es spricht jedoch für ihn, bei dieser mehr als gefährlichen Szene ruhig geblieben zu sein. In der zweiten Halbzeit konnte er nicht mehr so viele Akzente setzen, blieb aber griffig und laufstark und war damit ein ganz wichtiger Faktor für den Sieg.

Bewertung: 10/10

9. Karim Adeyemi


Adeyemi brauchte ein wenig, um in die Partie zu kommen, nahm aber dann stetig an Fahrt auf. Stark war seine Vorbereitung in der 33. Minute, als Moukoko jedoch nicht perfekt zum Abschluss kam. Kurz darauf zeigte er eine sehenswerte Einzelaktion, selbst wenn sein Schuss recht deutlich daneben ging. Dafür traf er in der 43. Minute nach einem parierten Moukoko-Abschluss per Abstauber genau in die Maschen. In der zweiten Halbzeit baute der Außenstürmer wieder etwas ab und wurde durch Malen ersetzt.

Bewertung: 7/10

10. Julian Brandt

Julian Brandt fiel in Hälfte eins mit einigen misslungenen Dribblings auf. Zwar stimmte auch beim deutschen Nationalspieler die Körpersprache, jedoch wollte recht wenig gelingen. Seine erste Abschluss-Chance hatte er kurz vor der Pause nach starkem Zusammenspiel mit Guerreiro, leider traf er den Ball aus spitzem Winkel nicht perfekt. Brillant war dann jedoch sein Kopfball-Treffer zum 4:1, der für die Entscheidung sorgte.

Bewertung: 7/10

11. Youssoufa Moukoko

Der Angreifer machte einen sehr ballsicheren Eindruck und kam ab der 40. Minute auch häufiger selbst zu Torchancen. Vor dem 3:0 scheiterte er nach einer technisch überragenden Aktion am Sevilla-Schlussmann, jedoch konnte Adeyemi den Abpraller nutzen. In der 52. Minute scheiterte er nach einer guten Einzelaktion erneut am Schlussmann. Wenig später hätte er nach einem Meunier-Zuspiel eigentlich knipsen müssen, zielte jedoch ein wenig zu hoch. Dafür bereitete er das 4:1 von Brandt stark per Flanke vor.

Bewertung: 8/10

12. Donyell Malen (ab 64.)

Der Joker kam in der 71. Minute zu seiner ersten Großchance, jedoch wurde der Winkel zu spitz für den Holländer, der jedoch Moukoko noch hätte bedienen können. Malen wirkte sehr bemüht und kam zehn Minuten später erneut gefährlich zum Abschluss, verfehlte das Tor aber knapp. Für frischen Wind sorgte der Offensivspieler absolut.

Bewertung: 7/10

13. Anthony Modeste (ab 80.)

Der Ex-Kölner musste sich mit der Joker-Rolle zufrieden geben, konnte sich in den zehn Minuten Spielzeit aber nicht mehr wirklich einbringen.

Ohne Bewertung

14. Tom Rothe (ab 80.)

Der Youngster ersetzte Guerreiro auf der Linksverteidiger-Position, blieb aber eher unauffällig. Auch ein Treffer gelang ihm heute mal nicht.

Ohne Bewertung

15. Antonios Papadopoulos (ab 85.)

Der Youngster kam kurz vor dem Ende und fiel nicht mehr groß auf.

Ohne Bewertung

16. Thorgan Hazard (ab 85.)

Hazard verzeichnete ebenfalls einen wenig auffälligen Kurzeinsatz.

Ohne Bewertung

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Dieser Artikel wurde ursprünglich auf 90min.com/DE als BVB landet furiosen Auswärtssieg bei Sevilla: Die Dortmunder in der Einzelkritik veröffentlicht.

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