Champions League Abbruch des Skandalspiels in San Siro


Das Viertelfinale der Champions League zwischen Inter und dem AC Mailand geriet außer Kontrolle. Fans warfen Feuerwerkskörper aufs Spielfeld, einer davon traf AC-Torwart Dido.

Das Mailänder Stadtderby im Viertelfinale der Champions League zwischen Inter und dem AC Milan wird ein Nachspiel bei der Uefa haben. Der deutsche Fifa- Schiedsrichter Markus Merk brach die Partie am Dienstagabend nach skandalösen Vorfällen im San-Siro-Stadion beim Stand von 1:0 für Milan ab. In der 73. Minute musste Merk das Euro-Derby zum ersten Mal unterbrechen, als Inter-Fans Milan-Torwart Dida mit einem Feuerwerkskörper an der Schulter verletzten.

Milan hatte vor einer Woche auch das Hinspiel (2:0) gewonnen und wäre souverän ins Halbfinale eingezogen. Nach der Untersuchung der skandalösen Vorfälle durch die Uefa gilt als sicher, dass dem Champions-League-Gewinner von 2003 der Sieg am grünen Tisch zugesprochen wird.

Feuerwerkskörper und Flaschen aus der Inter- Kurve

Nach Diskussionen mit seinen Schiedsrichter-Kollegen schickte Merk beide Teams zunächst in die Kabinen, pfiff die Partie aber nach Rücksprache mit dem UEFA-Offiziellen nach 15 Minuten wieder an. Als daraufhin sofort wieder Feuerwerkskörper und Flaschen aus der Inter- Kurve auf den Rasen flogen, brach der deutsche Top-Referee das Viertelfinal-Rückspiel endgültig ab.

Bis zur 73. Minute war die Partie vor 83 000 Tifosi im ausverkauften Stadion in geordneten Bahnen verlaufen. Auslöser für die Randale war das von Merk zu Recht aberkannte Tor durch Inter- Stürmer Esteban Mattias Cambiasso in der 71. Minute.

DPA DPA

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