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Der Beißer von Natal: Luis Suarez bleibt bis Oktober gesperrt

Luis Suarez ist spätestens seit der WM für sein kräftiges Gebiss bekannt. Das brachte dem Stürmer, seit Sommer in Diensten des FC Barcelona, eine saftige Spielsperre ein - die nun bestätigt wurde.

24. Juni, Natal, Brasilien. Im letzten Gruppenspiel der Gruppe D sorgt Luis Suarez für einen Skandal, den man so schnell nicht vergessen wird.

24. Juni, Natal, Brasilien. Im letzten Gruppenspiel der Gruppe D sorgt Luis Suarez für einen Skandal, den man so schnell nicht vergessen wird.

Keine Gnade für Luis Suárez: Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat am Donnerstag die viermonatige Sperre für Uruguays Fußball-Nationalspieler nach dessen Beißattacke bei der WM bestätigt. Damit muss der FC Barcelona noch bis Ende Oktober ohne seinen Neuzugang auskommen - zumindest in den Pflichtspielen.

Die Strafe stehe "grundsätzlich im Verhältnis zur begangenen Straftat", teilte der CAS mit. Der 27-Jährige dürfe bei Barcelona zwar trainieren, das Spielverbot bis zum 26. Oktober bleibe aber bestehen. Auch die Sperre von neun Pflicht-Länderspielen, die der Fußball-Weltverband FIFA Ende Juni verhängt hatte, wurde bestätigt.

Die Sanktion, ihn vier Monate lang für sämtliche Fußball-Aktivitäten zu sperren, sei aber "übermäßig", urteilte das höchste Sportgericht. Eine Trainingssperre hätte auf seine Tätigkeit noch einen Einfluss, nachdem seine Suspendierung bereits abgelaufen wäre. Suárez dürfe deshalb sowohl trainieren als auch an "Werbeterminen und Veranstaltungen" teilnehmen, außerdem an Freundschaftsspielen für Club und Nationalmannschaft.

Er wird dem FC Barcelona nun also vorerst in der spanischen Liga und bei drei der sechs Gruppenspiele der Katalanen in der Champions League fehlen. Für die Nationalmannschaft bleibt er für acht Pflichtspiele nicht einsetzbar - das mit 0:2 verlorene WM-Achtelfinale gegen Kolumbien am 28. Juni hatte er bereits auslassen müssen.

Comeback im Clásico?

Die Entscheidung, ob Suárez beim Clásico Ende Oktober gegen Real Madrid auflaufen kann, steht noch nicht fest - das Spiel kann noch auf den 25. oder den 26. Oktober terminiert werden. Die Verteilung der Partien auf die Spieltage beschließen die Vereine der Primera División und die übertragenden Fernsehsender. Es dürfte mit einer Übereinkunft zu rechnen sein, mit der alle Parteien gut leben können.

Beim WM-Vorrundenspiel gegen Italien hatte Suárez in Brasilien seinen Gegenspieler Giorgio Chiellini gebissen. Die FIFA hatte ihn daraufhin mit den Sperren und einer Geldstrafe von etwa 84 000 Euro belegt; Suárez selbst, Uruguays Fußballverband AUF und der FC Barcelona hatten die Sanktionen angefochten. Der CAS hatte den Torjäger am vergangenen Freitag zu dem Vorfall angehört.

Wiederholungstäter Suárez hatte bereits vor dem Zwischenfall bei der WM Spieler gebissen: so 2013, als er noch für den FC Liverpool in der Premier League spielte, aber auch schon 2010 in Diensten des niederländischen Meisters Ajax Amsterdam. Trotz dieser Vorgeschichte hatte Barcelona ihn im Sommer für rund 75 Millionen Euro aus Liverpool geholt.

til/DPA / DPA

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