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DFB-Pokal: Joker-Tore retten FC Augsburg - Darmstadt souverän

In der ersten Runde des DFB Pokals konnte sich der FSV Frankfurt gegen BFC Dynamo durchsetzen. Darmstadt 98 gewann souverän mit 5:0 gegen den Viertligisten TuS Erndtebrück. Und der FC Augsburg schrammte an der nächsten Pokal-Blamage vorbei.

Erndtebrücks Marius Kröner und Darmstadts Marco Sailer kämpfen um den Ball

Erndtebrücks Marius Kröner versucht, sich gegen Darmstadts Marco Sailer durchzusetzen

Drei Joker-Tore haben den FC Augsburg vor einem erneuten frühen Scheitern im DFB-Pokal bewahrt. Die eingewechselten Raul Bobadilla (83. Minute), Sascha Mölders (101.) und Tobias Werner (109.) schossen den Fußball-Bundesligisten am Freitagabend zum glücklichen 3:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung beim Südwest-Regionalligisten SV Elversberg.

Die tapferen und über weite Strecken gleichwertigen Saarländer waren nach 52 Minuten bei hochsommerlichen Temperaturen durch Kevin Maek (52.) in Führung gegangen. Nach einer Gelb-Roten Karte für Markus Obernosterer (90.+3) musste Elversberg die Verlängerung in Unterzahl bestreiten - eine zu große Hypothek.  

Dem Regionalligisten blieb damit die zweite Pokal-Überraschung verwehrt. 2010 hatte Elversberg Erstligist Hannover 96 im Elfmeterschießen besiegt. Augsburg vermied hingegen eine erneute Pleite. In der Vorsaison scheiterte man in der ersten Runde am 1. FC Magdeburg.

Darmstadt 98 ohne Probleme in der zweiten Runde

Fußball-Zweitligist FSV Frankfurt erreichte zum sechsten Mal in Serie die zweite Runde des DFB-Pokals. Beim Regionalligisten BFC Dynamo setzte sich das Team von Trainer Tomas Oral am Freitag in Berlin mit 2:0 (2:0) durch.

Das Spiel vor 6198 Zuschauern lief von Anbeginn für die Gäste, nachdem der Berliner Martin Zurawski schon in der zweiten Minute Timm Golley im Strafraum zu Fall brachte. Edmond Kapllani verwandelte den fälligen Foulelfmeter sicher (3.). Nachdem Kapllani weitere gute Chancen nicht verwerten konnte (15./34.), sorgte Zlatko Dedic noch vor der Pause für die Vorentscheidung, als BFC-Keeper Bernhard Hendl einen Freistoß von Denis Epstein nur abklatschen konnte und der Slowene den Abpraller versenkte.

Dem zehnmaligen DDR-Meister gelang auch im vierten Anlauf im DFB-Pokal kein Torerfolg, so dass die insgeheim erhoffte Prämie für den erstmaligen Einzug in Runde zwei von 268.198 Euro ein Wunschdenken blieb. Die größte Chance des Außenseiters vergab Thiago Rockenbach da Silva, der einen an ihm selbst verwirkten Foulelfmeter an den Pfosten setzte (63.). Schon in der ersten Hälfte konnten Kevin Weidlich (18.), Christian Preiss (30.) und Djibril N'Diaye (45.) ihre Chancen nicht verwerten.

Darmstadt 98 im DFB-Pokal souverän weiter

Ohne Mühe hat Darmstadt 98 die Pokal-Pflichtaufgabe beim Viertligisten TuS Erndtebrück gelöst. Der Bundesliga-Aufsteiger kam am Freitagabend in der ersten Runde zu einem standesgemäßen 5:0 (2:0)-Sieg, präsentierte sich eine Woche vor dem Comeback im Oberhaus nach 33 Jahren gegen Hannover 96 allerdings noch nicht in Topform. Vor 7857 Zuschauern in Siegen schossen Dominik Stroh-Engel mit einem Doppelpack in der 10. und 66. Minute, Marco Sailer (9.), Marcel Heller (57.) und Konstantin Rausch die Südhessen in die 2. Runde des DFB-Pokals.


Trainer Dirk Schuster hatte von seinem Team eine überzeugende Vorstellung gefordert und wurde zumindest teilweise nicht enttäuscht. Bereits nach zehn Minuten hatte der Favorit die Verhältnisse geklärt. Zunächst traf Sailer nach Vorarbeit von Heller mit einem schönen Seitfallzieher, nur 60 Sekunden später beförderte Stroh-Engel das Spielgerät ins Netz.

Anschließend lupfte Stroh-Engel den Ball nach einem Solo in die Mitte, wo Heller heransprintete und aus Nahdistanz vollendete. Stroh-Engel konnte wenig später selbst zum zweiten Mal jubeln, ehe Neuzugang Rausch mit einem herrlichen Volleyschuss unter die Latte den Schlusspunkt setzte. Trotz der Treffsicherheit seiner Offensivabteilung will der Aufsteiger im Angriff aber noch einmal nachrüsten. Nach übereinstimmenden Medienberichten steht der Verein vor der Verpflichtung von Sandro Wagner vom Ligarivalen Hertha BSC.
 

mka / DPA
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