DFB POKAL Berbatow rettet Bayer


In einem Nachholspiel erreichte Leverkusen mit Dusel das Achtelfinale des DFB-Pokals. 1860 München, Kaiserslautern und Rot-Weiß Oberhausen haben bereits den Einzug ins Viertelfinale geschafft.

Die Bundesligisten TSV 1860 München und 1. FC Kaiserslautern sowie Zweitliga-Club Rot-Weiß Oberhausen stehen im Viertelfinale um den DFB-Pokal.

Die Münchner »Löwen« schafften beim VfB Stuttgart durch ein 4:2 im Elfmeterschießen erstmals nach 35 Jahren wieder den Einzug in die Runde der letzten Acht. Nach 120 Minuten hatte es 2:2 gestanden.

Dagegen setzte sich Kaiserslautern im rheinland-pfälzischen Derby beim Zweitliga-Spitzenreiter FSV Mainz 05 in regulärer Spielzeit mit 3:2 (3:0) durch. Oberhausen wies Union Berlin mit 2:1 in die Schranken. Erst im Achtelfinale steht Bundesliga-Spitzenreiter Bayer Leverkusen, der das Zweitrunden-Nachholspiel beim Zweitligisten VfL Bochum in letzter Minute mit 3:2 (1:1) gewann.

Toppmöller gegen Toppmöller

Dabei bewahrte der dreifache Torschütze Dimitar Berbatow Bayer und Trainer Klaus Toppmöller im Duell gegen den VfL und seinen 21-jährigen Sohn Dino vor der drohenden Pleite. In einem tollen Spiel glich der überragende Paul Freier (28.) vor 11 882 Zuschauern zunächst die Leverkusener Führung von Berbatow aus der 26. Minute aus.

Sören Colding (75.) brachte den VfL sogar mit 2:1 in Führung, doch Berbatow (77. und 90.) ließ alle Bochumer Träume mit einem Doppelschlag platzen. Achtelfinal-Gegner der Leverkusener ist im Januar Hannover 96.

Elferheld Jentzsch

Beim TSV 1860 München wurde Torhüter Simon Jentzsch zum Helden des Abends, als er im Elfmeterschießen gegen Adhemar und Marcelo Bordon gleich zwei Mal erfolgreich war. Auf der Gegenseite leisteten sich vor nur 7000 Zuschauern Michael Wiesinger, Martin Max, Davor Suker und Torben Hoffmann keine Fahrkarte.

In der regulären Spielzeit hatte bereits VfB-Regisseur Krasimir Balakow einen Foulelfmeter an den Pfosten gesetzt, kurze Zeit später aber mit einem weiteren Strafstoß (68.) die Gäste-Führung durch Marcus Pürk (7.) ausgeglichen.

In der 76. Minute sah das Stuttgarter Talent Christian Tiffert wegen groben Foulspiels die Rote Karte. Dennoch gelang in der Verlängerung zunächst Bradley Carnell (93.) das 2:1 für die Hausherren, doch Suker (103.) erzwang das Elfmeterschießen.

Mainzer Aufholjagd

Nach einer Berg- und Talfahrt setzten sich die Lauterer in Mainz durch. Durch eine frühe Rote Karte gegen FSV-Abwehrspieler Tamas Bodog (26./Notbremse) und Toren von Lincoln (31. und 42.) sowie Vratislav Lokvenc (23.) schien zur Pause bereits alles klar.

Doch dann startete Mainz zur Aufholjagd: Christoph Babatz gelang in der 70. Minute der Anschlusstreffer, Blaise N'Kufo fünf Minuten vor Schluss gar das 2:3. Doch ganz konnte der Gastgeber das Blatt nicht mehr wenden.

Oberhausen entzauberte Pokalschreck Union. Ein von Jörg Lipinski verwandelter Handelfmeter (41.) und ein Fernschuss von Fabrizio Hayer (89.) bedeuteten den 2:1 (1:0)-Erfolg der Gäste und damit das überraschende Aus des diesjährigen Pokalfinalisten, für den Neuzugang Petar Divic zwischenzeitlich für den Ausgleich besorgt hatte (85.).


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