Premier League Liverpool triumphiert über ManU


Der Trainer vom Manchester United, Alex Ferguson, hat nach der bitteren Niederlage gegen den FC Liverpool getobt wie ein Rumpelstilzchen. Zu Recht: Der Titelverteidiger und Champions League-Sieger verlor den Anschluss an die Tabellenspitze. Chelsea und Arsenal marschieren mit den "Reds" vorneweg.

1:2 beim Erzrivalen FC Liverpool und Absturz auf Platz 13: Nach dem Fehlstart in die englische Premier League platzte Teammanager Alex Ferguson von Meister Manchester United der Kragen. "Wir haben verteidigt wie ein Fünftligist! Das war schockierend. Ich habe überhaupt nichts Positives gesehen. Abgesehen von Rio Ferdinand hat kein Spieler Normalform gebracht. Das war enttäuschend", sagte "Fergie" nach der Niederlage im Prestigeduell an der Anfield Road.

Liverpool schloss zu Tabellenführer FC Chelsea auf, der ohne den verletzten deutschen Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack 3:1 bei Manchester City gewann. Der FC Arsenal komplettiert das Spitzentrio nach dem 4:0 bei den Blackburn Rovers. United hinkt hinterher. "So etwas erwartet man nicht von uns", klagte Ferguson über die schwache Vorstellung.

Berbatow zeigte starkes Debüt bei ManU

Dabei hatte ManU einen Traumstart - vor allem Dimitar Berbatow, jüngster Zugang in Fergusons Starensemble. Der Ex-Leverkusener gab ein starkes Debüt und bereitete das Führungstor von Carlos Tevez mit "einem wunderbaren Pass" (Ferguson) vor. Ein Eigentor von Wes Brown und Ryan Babels Treffer wendeten das Blatt. "Babels Spätvorstellung machte Dimis großen Tag kaputt", schrieb die Sun treffend.

Manchester verlor zudem Abwehrmann Nemanja Vidic, der Gelb-Rot sah. Er wird am kommenden Sonntag beim FC Chelsea fehlen. Fraglich ist auch Michael Carrick, der eine Knöchelverkletzung erlitt und am Mittwoch zum Champions-League-Auftakt gegen den FC Villarreal fehlt. Ferguson hofft daher auf die Rückkehr von Cristiano Ronaldo. "Gegen Chelsea könnte er wieder auf der Bank sitzen", sagte er.

Rekordmeister Liverpool, der seit 1990 auf eine Meisterschaft wartet, hofft nach dem ersten Sieg nach fünf Pleiten gegen United auf eine Trendwende. "Wir hinken United und Chelsea schon viel zu lange hinterher. Dass wir Euopas beste Mannschaft geschlagen haben, lässt uns glauben, jeden schlagen zu können", sagte Jamie Carragher.

Chelseas Terry sah Rot

Das glauben sie in Chelsea schon lange, das 3:1 in Manchester stärkt das Selbstvertrauen weiter. Zwar gab City-Zugang Robinho mit seinem Freistoßtor zum 1:0 ein Traumdebüt, doch Chelsea schlug mit Toren von Ricardo Carvalho, Frank Lampard und Nicolas Anelka zurück. Teammanager Luiz Felipe Scolari richtete eine Kampfansage an die Konkurrenz: "Wenn wir Ballack, Didier Drogba und Michael Essien noch dazubekommen, sind wir noch stärker." Gegen ManU wird aber auch John Terry fehlen, der zu Unrecht Rot sah. Die Blues wollen protestieren.

Ein kollektiver "Selbstmord" von Blackburns Abwehr ermöglichte Arsenal-Stürmer Emmanuel Adebayor beim 4:0 der Gunners drei Tore. So sah es jedenfalls Rovers-Trainer Paul Ince. "Ich war versucht, mich selbst einzuwechseln", meinte der frühere englische Nationalspieler. Sein Gegenüber Arsene Wenger sah dagegen "etwas zusammenwachsen" bei seiner Mannschaft: "Dieser Sieg gibt Selbstvertrauen für den Start in der Champions League am Mittwoch bei Dynamo Kiew."

Das Überraschungsteam bleibt Hull City. Der Aufsteiger gewann 2:1 bei Newcastle United, ist Vierter und stürzte den Gegner tiefer in die Krise. Die Newcastle-Fans demonstrierten vor und während der Partie gegen den Klub-Besitzer Mike Ashley und Sportdirektor Dennis Wise ("Weg mit dem Mob aus London!"), die sie für den Rücktritt von Coach Kevin Keegan verantwortlich machen.

Alex Griffith/SID SID

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