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Real Madrid empfängt Manchester United Ein Spiel für Weinkenner


Die Partie Real Madrid gegen Manchester United ist auch das Treffen zweier Trainer-Freunde: José Mourinho und Sir Alex Ferguson. Dabei stand ihr Verhältnis zunächst unter keinem guten Stern.

Wenn der deutsche Schiedsrichter Felix Brych am Abend das Achtelfinalspiel der Champions League zwischen Real Madrid und Manchester United anpfeift, stehen nicht nur die Superstars beider Mannschaften im Fokus. Nicht nur Özil und Ronaldo auf Seiten der Madrilenen, nicht nur das Manchester-Sturmduo Rooney und van Persie. Real gegen ManUnited - das ist vor allem auch das Duell der beiden Trainer: José Mourinho gegen Sir Alex Ferguson.

Der Portugiese Mourinho gewann schon zweimal den Titel in der "Königsklasse", mit dem FC Porto (2004) und Inter Mailand (2010). Als Real-Coach wartet er aber noch auf den ganz großen Triumph. Ferguson setzte sich als Trainer der "Red Devils" ebenfalls zweimal die europäische Krone auf (1999, 2008). "Das ist das Spiel, auf das die Welt wartet", sagte Mourinho vor der Partie. "Sie warten nicht auf andere Matches. Also hoffe ich, dass wir der Welt den Fußball schenken können, den sie sich erhofft."

Auch Ferguson kann den Anstoß kaum erwarten: "Ich freue mich schon seit der Auslosung darauf. Das ist ein fantastisches Spiel. Es wird nicht leicht. Ihre Heimbilanz ist toll."

Mourinhos Geschenk "beleidigte" Ferguson

Die Begegnung hat auch deshalb ihren Reiz, weil beide Coaches eng befreundet sind. Nach Duellen trinken sie traditionell Rotwein zusammen. "Er ist sehr intelligent, hat Charisma, die Spieler spielen für ihn und er ist ein gut aussehender Kerl", sagte Ferguson einst über Mourinho. "Wenn er in mein Büro kommt, kann er einen Witz über sich vertragen. Das mag ich an ihm."

Auch Mourinho schätzt seinen Kollegen sehr: "Ich fühle mich privilegiert, weil er so eine wichtige Person in der Fußballwelt ist, und noch wichtiger: Er ist ein guter Mensch."

Das gute Verhältnis musste nur einmal eine schwierige Prüfung überstehen: Ferguson bezeichnete den ersten von Mourinho mitgebrachten Roten als "Abbeizmittel". Der 71-jährige Schotte ist Kenner und besitzt einen fast schon legendären Weinkeller. Mourinho brachte beim nächsten Treffen eine 350-Euro-Flasche aus Portugal mit. Den Fehler von damals wird er nicht nochmal machen. Auch nicht nach der Partie heute Abend.

mxm/DPA DPA

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