HOME

DFB-Pokal: Frankfurter Eintracht souverän, Lautern im Glück

Der erste Pokal-Abend der Saison hatte schon fast alles, was diesen Wettbewerb ausmacht. Der 1.FC Kaiserslautern rettete sich in letzter Sekunde in Osnabrück in die Verlängerung und siegte noch. Bielefeld setzte sich erst im Elfmeterschießen bei Jahn Regensburg durch. Eine Überraschung blieb aber aus.

Dusel-Sieg für den 1. FC Kaiserslautern beim "Pokalschreck" VfL Osnabrück, leichte Pflichtübung für Eintracht Frankfurt: Die beiden Fußball-Bundesligisten erreichten am Freitagabend als erste Vertreter der deutschen Eliteliga die zweite Runde im DFB-Pokal. Die Lauterer kämpften die tapferen Osnabrücker mit 3:2 (1:1, 0:1) nach Verlängerung nieder. Srdjan Lakic hatte durch sein 1:1 praktisch mit dem Schlusspfiff (90.+3.) das vorzeitige Aus der "Roten Teufel" verhindert und die Verlängerung erzwungen. Die Frankfurter setzten sich dagegen mit 4:0 (2:0) beim norddeutschen Regionalligaclub SV Wilhelmshaven mühelos durch.

In den beiden Zweitliga-Duellen setzte sich der FSV Frankfurt beim 2:0 (0:0) gegen den SC Paderborn 07 durch, der FC Ingolstadt 04 schaltete den Karlsruher SC 2:0 (1:0) aus. Auch die anderen Zweitligisten, Arminia Bielefeld durch das 6:5 nach Elfmeterschießen (1:1, 1:1, 1:0) gegen Drittliga-Vertreter Jahn Regensburg, und der MSV Duisburg durch das 2:0 (0:0) beim VfB Lübeck, kamen eine Runde weiter.

Lautern war praktisch schon draußen

"Schönen Dank für das schwerste Los, das möglich war", hatte Lauterns Vorstandschef Stefan Kuntz prophezeit, und seine böse Vorahnung sollte sich bewahrheiten. Mäßiges Zweikampfverhalten, wenig spielerische Fantasie und fehlende Durchschlagskraft waren an der Bremer Brücke das Hauptmanko. Eine Woche vor dem Bundesligastart zeigten die "Roten Teufel" überraschend viel Respekt vor dem Zweitliga-Neuling, der in der Pokalrunde 2009/2010 erst im Viertelfinale durch das unglückliche 0:1 gegen den FC Schalke 04 gescheitert war. Neuzugang Sebastian Tyrala gelang mit einem Distanzschuss (21.) die Führung. Dabei profitierte er allerdings von einem krassen Torwartfehler von Schlussmann Tobias Sippel.

Erst in der dritten Minute der Nachspielzeit erzwang Lakic wenigstens die Verlängerung, in der der Österreicher Erwin Hoffer mit einem Doppelschlag (106., 111.) alles klar machte. Das 2:3 von Björn Lindemann (115.) kam zu spät.

Frankfurter Eintracht ungefährdet

Völlig unaufgeregt spulten dagegen die Frankfurter ihr Pensum in Wilhelmshaven runter und erreichten zum zehnten Mal in Folge die zweite Runde des DFB-Pokals. Nach dem frühen 1:0 durch den Griechen Ioannis Amanatidis (21) machte sein Landsmann, Neuzugang Georgios Tzavellas (38.), bereits vor der Pause alles klar. Patrick Ochs (59.) und Halil Altintop (89.) markierten sogar noch das 3:0 und 4:0. Auch der FSV Frankfurt darf nach dem Erfolg gegen Paderborn auf einen lukrativeren Gegner in der zweiten Runde hoffen. Torschützen waren der eingewechselte Tufan Tosunoglu (57.) und Sven Müller (83.).

Die Ingolstädter Stefan Leitl (25.) und Moritz Hartmann (72.) besiegelten das Aus des KSC. Dabei feierte der Aufsteiger in die zweite Liga eine gelungene Premiere in der neu ausgebauten Arena. Der MSV Duisburg profitierte bei seinem erwarteten Weiterkommen zunächst von einem Eigentor von Lübecks Kapitän Moritz Marheineke (51.), ehe Manuel Schäffler (90.+3) in der Nachspielzeit endgültig den Sieg sicherte. Die Mannschaft aus dem Ruhrpott konnte dabei allerdings nicht überzeugen.

dho/SID/DPA / DPA

Wissenscommunity