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DFB-Pokal: Holstein Kiel kickt Duisburg raus

Nachdem am Vortag die Überraschungen ausgeblieben waren, sorgte Regionalligist Holstein Kiel für ein dickes Ausrufezeichen. Die Störche kickten den Vorjahresfinalisten  MSV Duisburg mit 2:0 aus dem Pokal.

Der MSV Duisburg patzt in Kiel, ansonsten blieben die Überraschungen auch am zweiten Tag der zweiten Runde des DFB Pokals aus. Hertha siegte letztlich souverän und Schalke rettete sich durch einen späten Doppelschlag.

"Es ist zum Kotzen. So können wir am Mittwoch im Pokal bei Holstein Kiel nicht bestehen. Sonst gehen wir da auch unter“, hatte Duisburgs Florian Fromlowitz nach der 0:3-Klatsche bei Eintracht Frankfurt laut derwesten.de gewettert. Und dann war es ausgerechnet der Keeper, der in Kiel mit einem dicken Patzer die Gastgeber auf Kurs zu einem 2:0-Sieg brachte.

Duisburg hatte im ersten Durchgang etwas mehr vom Spiel und auch ein leichtes Chancenplus gehabt. Doch das zwei Klassen schlechtere Kiel verkaufte sich gut und machte dem Zweitligisten das Leben schwer. Kurz nach Wiederanpfiff war es Fromlowitz, der einen Freistoß von Tim Siedschlag aus 40 Metern eigentlich fangen konnte, dann aber einen Schritt zurück ins Tor machte, denn Ball direkt vor die Füße von Rafael Kazior fallen ließ, der den Ball zum 1:0 über die Linie bugsierte (54.). Keine fünf Minuten später legten die Störche dann nach. Wieder hatte Siedschlag einen Ball gefährlich in den Strafraum geschlagen und diesmal Fiete Sykora per Kopf Fromlowitz keine Chance gelassen (59.).

Hertha fertigt Essen ab

Zu einem standesgemäßen 3:0-Sieg kam auch Hertha BSC bei Rot Weiss Essen. Bereits in der ersten Hälfte hatten die Berliner durch Tunay Torun eine dicke Möglichkeit zur Führung vergeben, doch Essen hielt mit viel Kampf und Einsatz dagegen und verdiente sich das torlose Remis zur Pause. Nach der Pause machten die Hausherren zunächst auch mehr Druck, doch dann machte die mit einer besseren B-Mannschaft angetretene Hertha doch Ernst und den Sack zu.

Adrian Ramos traf zum 0:1 nach einer Ecke (64.), Pierre-Michel Lasogga (73.) erhöhte nach einem bösen Schnitzer von Keeper Dennis Lamczyk, der einen langen Ball nicht festhalten konnte, per Kopf auf 0:2, ehe Nikita Rukavytsya (86.) nach Traumpass von Ramos den Endstand markierte und Hertha zum ersten Mal nach fünf Jahren wieder in das Achtelfinale schoss.

Späte Tore erlösen Schalke

Deutlich mehr Mühe hatte dagegen der Titelverteidiger. Nach einer über weite Strecken mäßigen Partie setzte sich Schalke 04 beim Karlsruher SC mit einem 2:0 (0:0) durch. Erst in der 81. Minute erlöste der bis dahin zur Wirkungslosigkeit verdammte Klaas-Jan Huntelaar mit seinem 1:0 die Knappen. Zwei Minuten später brachte Joel Matip den Sieg des Favoriten dann unter Dach und Fach.

sportal.de / sportal

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