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DFB-Pokal: K.o. für Dortmund

Im Erstrundenspiel des DFB-Pokalwettbewerbs setzte sich die Eintracht Braunschweig unerwartet, aber verdient gegen den Bundesligisten Borussia Dortmund durch. Ein Stromausfall im Stadion begünstigte den überraschenden Sieg.

Borussia Dortmund hat nach zwei Flutlicht-Pannen einen weiteren Pokal-"Blackout" erlitten. Im Erstrunden-Spiel des DFB-Pokals verlor der finanziell und sportlich angeschlagene Bundesliga-Spitzenclub ebenso überraschend wie verdient 1:2 bei Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig und schied damit als zweiter Erstligist nach dem 1. FC Köln aus dem lukrativen Wettbewerb aus. Vor 22.200 Zuschauern brachte Jan Koller den BVB zwar in Führung. Doch Jürgen Rische und Daniel Graf sorgten dafür, dass nach dem 1. FC Kaiserslautern, Hannover 96 und Hertha BSC in den Vorjahren nun ein weiterer Top-Club Opfer des Pokalschrecks aus Niedersachsen wurde.

Nach einem kurzzeitigen Flutlicht-Ausfall unmittelbar vor dem Anpfiff konnte die Pokal-Partie mit leichter Verspätung beginnen. Vorsichtig suchte der BVB, der die verletzten Nationalspieler Tomas Rosicky und Delron Buckley ersetzen musste, die Initiative. Aber es dauerte bis zur 22. Minute, ehe Florian Kringe das Gehäuse erstmals ernsthaft in Gefahr brachte, Thorsten Stuckmann parierte den Linksschuss glänzend. Im Gegenzug zielte Rische knapp am Tor vorbei. Die sehenswerte Dortmunder Führung fiel dann nach einer Ecke von Lars Ricken, die Nationalspieler Christian Wörns per Hacke auf Koller verlängerte, gegen dessen satten Schuss Stuckmann chancenlos war.

Unachtsamkeiten in der Defensive

Als kurz darauf das Flutlicht erneut "schlapp" machte, schickte Schiedsrichter Peter Sippel (München) die Akteure zunächst wieder in die Kabine. Erinnerungen wurden wach an das letztjährige Bundesliga- Auftaktspiel Werder Bremen - FC Schalke 04 (1:0), als die Partie mit einstündiger Verspätung begann. Doch nach 13-minütiger Pause ging es in diesem Match weiter. Die Dortmunder schienen jedoch gedanklich noch nicht wieder auf dem Platz zu sein und ermöglichten Rische durch ihre Unachtsamkeiten in der Defensive noch vor der Pause das 1:1.

Nach dem Wechsel hatte die Eintracht mehr vom Spiel, wäre aber nach einer riskanten Kopfball-Rückgabe von Jan Tauer in der 58. Minute, bei der Stuckmann in höchster Not rettete, fast in Rückstand geraten. Auf der Gegenseite vergab Lars Fuchs in der 76. Minute gegen die erschreckend schwachen Gäste noch freistehend die Riesenchance zur Führung für die kessen Eintrachtler. Als alles mit der Verlängerung rechnete, machte Graf nach Degens Patzer den verdienten Sieg für den Außenseiter perfekt.

Michael Rossmann/DPA / DPA

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