DFB-Pokal Knifflige Aufgabe für die Bayern


Im Achtelfinale des DFB-Pokals kommt es vier Mal zum Pokal-Klassenkampf zwischen Erster und Zweiter Bundesliga. Bayern München muss nach Aachen reisen und Hertha BSC Berlin hat den leichtesten Gegner.

Titelverteidiger Bayern München muss im Achtelfinale am 19./20. Dezember bei Alemannia Aachen antreten, wie die von Nationalmannschafts-Assistent Hans Flick vorgenommene Auslosung am Sonntagabend in der ARD-Sportschau ergab. Gegen den Bundesliga-Aufsteiger kassierte der Rekord-Pokalsieger im Februar 2004 beim 1:2 im Viertelfinale seine bislang letzte Pokalniederlage.

"Das ist sportlich und finanziell ein tolles Los", sagte Aachens Trainer Michael Frontzeck. Zufrieden nahm auch Sportdirektor Jörg Schmadtke das attraktive Spiel zur Kenntnis. "Es könnte sein, dass dies das Live-Spiel wird. Damit könnten wir eine Zusatzeinnahme erzielen, die nicht im Plan war", erklärte der Sportdirektor.

"Pokal ist nur Zubrot"

Während die Bayern schon das Finale am 26. Mai in Berlin ins Visier genommen haben, schauen die Aachener dem Kräftemessen kurz vor Weihnachten zurückhaltend entgegen. "Wir wissen alle, dass der Pokal nur Zubrot ist", sagte Aachens Nationalspieler Jan Schlaudraff mit Blick auf das Duell gegen seine Nationalelf-Kollegen.

Mit der Begegnung zwischen Bundesliga-Schlusslicht VfL Bochum und dem VfB Stuttgart bescherte Flick den Fußball-Fans nur noch ein weiteres Erstliga-Duell. "Bochum wird eine sehr schwere Aufgabe", warnte Stuttgarts Jung-Profi Sami Khedira.

Als einzig verbliebener Amateurverein bekommt es Regionalligist VfL Osnabrück zu Hause mit Hertha BSC zu tun und darf sich über weitere Pokaleinnahmen freuen. "Die Berliner sind ein attraktiver Gegner. Jetzt hoffen wir, dass unser Spiel als Live-Partie von ARD oder ZDF ausgewählt wird", sagte VfL-Manager Lothas Gans. Hertha trifft nach dem Skandalspiel bei den Stuttgarter Kickers damit erneut auf einen Drittligisten. "Es hätte deftiger kommen können", kommentierte Berlins Manager Dieter Hoeneß.

Pokal-Klassenkampf zwischen Oberhaus und Unterhaus

Vier Mal kommt es zum Pokal-Klassenkampf zwischen Oberhaus und Unterhaus. Dabei genießen die Erstligisten gleich drei Mal Heimrecht. Hannover 96 empfängt den Bundesliga-Absteiger MSV Duisburg, in einem bayerischen Duell trifft der dreimalige Pokalsieger 1. FC Nürnberg auf die SpVgg Unterhaching. Zudem empfängt Zweitligist SpVgg Greuther Fürth den VfL Wolfsburg, und Eintracht Frankfurt bekommt es mit dem 1. FC Köln zu tun, der in der zweiten Runde Schalke.04 mit 4:2 aus dem Wettbewerb geworfen hat. "Für mich als Kölner ist es immer eine tolle Sache, gegen den FC zu spielen", sagte Torwart Markus Pröll. Auch Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel feiert ein Wiedersehen mit seinem Ex-Club.

Ein Club aus der 2. Bundesliga wird auf jeden Fall das Viertelfinale erreichen, nachdem Flick die Partie Kickers Offenbach gegen Wacker Burghausen aus dem Lostopf zog. Das Viertelfinale findet am 27./28. Februar statt. Die beiden Halbfinale sind für den 17./18. April terminiert.

DPA DPA

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