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DFB POKAL: Schock fürs Starensemble

Borussia Dortmund hat sich in der ersten Pokal-Hauptrunde gründlich blamiert. Der Bundesliga-Tabellenführer verlor am Samstagabend bei den Amateuren des VfL Wolfsburg sensationell mit 0:1.

Die Amateure des VfL Wolfsburg haben die Überflieger von Borussia Dortmund aus allen Pokalträumen gerissen. Der Bundesliga-Spitzenreiter verlor am Samstagabend in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals mit 0:1 (0:0) und schied aus. Ingo Vandreike erzielte in der 64. Minute das frenetisch bejubelte Siegtor für das viertklassige Team aus der Oberliga Niedersachsen-Bremen.

Zuvor waren mit Energie Cottbus und dem FC Hansa Rostock schon zwei Bundesligisten gestrauchelt. Die Rostocker verloren am Samstag in der ersten Hauptrunde beim Zweitliga-Absteiger VfL Osnabrück mit 1:2 (0:1), die Cottbuser unterlagen beim Regionalligisten KFC Uerdingen mit 0:1. Dagegen zogen der Hamburger SV, 1. FC Kaiserslautern, TSV 1860 München, Werder Bremen und Hertha BSC am Samstag in die zweite Runde ein.

Hertha setzte sich vor rund 14 000 Zuschauern im Berliner Derby beim Zweitligisten SV Babelsberg durch ein Tor von Alves in der 89. Minute mit 2:1 durch. Marcelinho (56.) hatte die Führung des Zweitligisten durch Röver (7.) ausgeglichen.

Zweitliga-Absteiger VfL Osnabrück kam gegen Hansa Rostock bereits zum sechsten Pokal-Triumph über einen Erstligisten in

seiner Geschichte. Die Niedersachsen waren vor 7000 Besuchern über weite Strecken die bessere Mannschaft, gingen durch Poutil und Everson mit 2:0 in Führung und leisteten sich überdies noch den Luxus, durch Thione einen Elfmeter zu verschießen. Dem eingewechselten Arvidsson gelang nur noch den Anschlusstreffer für die Rostocker.

Kraftlos präsentierte sich Energie Cottbus beim KFC Uerdingen und verlor völlig verdient mit 0:1. Gefeierter Mann vor 3000 Zuschauern war der Italiener Fiore, der in der 63. Minute das Tor des Tages für den Tabellenzweiten der Regionalliga Nord markierte.

»Löwen« im Schongang

Im Schongang entledigten sich der TSV 1860 München mit 10:0 beim Würzburger FV und der Hamburger SV mit 5:2 beim FC Homburg ihrer Aufgaben. Die Hamburger lagen in Homburg zur Pause durch Tore von Hoogma (2), Meijer, Groth und Bester bereits mit 5:0 in Front, ehe sie zwei Gänge zurück schalteten und dem Oberligisten zwei Tore durch Sorg und Jung gönnten. Dagegen zeigten die Münchner »Löwen« beim Bayernligisten Würzburg keine Schwächen: Gleich vier Tore erzielte Weissenberger, darunter ein lupenreiner Hattrick zwischen der 74. und 90. Minute. Außerdem waren Max (2), Schroth, Häßler, Borimirow und Ipoua für den Favoriten erfolgreich.

Dagegen hatte der SV Werder Bremen beim norddeutschen Regionalliga-Spitzenreiter VfB Lübeck erhebliche Mühe, ehe er sich mit 3:2 durchsetzte. Vor 11 000 Zuschauern gingen die Gastgeber durch Scharping in der 15. Minute sogar in Führung. Dann aber wendete der Brailianer Ailton mit einem Doppelschlag in der 20. und 27. Minute das Blatt, und nach der Pause erhöhte Tjikuzu auf 3:1. Nach dem 2:3 durch Kruppke (79.) aber begann für den SV Werder wieder das große Zittern, letztendlich mit dem Happy End.

Kaiserslautern standesgemäß

Auch der Bundesliga-Zweite 1. FC Kaiserslautern musste beim 4:1- Erfolg über den Landesligisten BW Brühl einem Rückstand hinterherlaufen. Die 7000 Zuschauer waren schier aus dem Häuschen, als die Gastgeber durch ein Elfmeter-Tor von Morig (16.) in Führung gingen. Doch die Pfälzer ließen sich nicht beirren und kamen durch Tore von Lokvenc (2), Knavs und Lincoln zum standesgemäßen Resultat.

Am Freitag hatte sich der SC Freiburg durch ein 4:2 beim Berliner Verbands-Pokalsieger SV Yesilyurt als erster Erstligist für die zweite Runde qualifiziert. Die 1. Hauptrunde wird am Sonntag mit 13 Spielen fortgesetzt und am Montag mit der Partie zwischen dem SC Paderborn 07 gegen den FC Bayern München abgeschlossen.

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