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DFB-Pokalfinale: Hummels Tor laut Schiri "nicht zweifelsfrei erkennbar"

Hat Schiedsrichter Florian Meyer den Dortmundern ihr Tor geklaut? Er verteidigt seine Entscheidung, durch die der BVB ein Jahr nach der Finalniederlage der Champions League erneut gegen Bayern verlor.

Schiedsrichter Florian Meyer hat seine umstrittene Entscheidung zum vermeintlichen Treffer des Dortmunders Mats Hummels im DFB-Pokalfinale verteidigt. "Im realen Ablauf war es sowohl für meinen Assistenten als auch für mich nicht zweifelsfrei erkennbar, ob der Ball die Torlinie vollständig überschritten hat oder nicht", zitierte der Deutsche Fußball-Bund den Referee in einer Mitteilung vom Sonntag. "Somit haben wir entschieden, das Spiel weiterlaufen zu lassen", sagte Meyer demnach weiter.

Beim 2:0-Sieg des FC Bayern München am Samstag hatte Meyer das Tor von BVB-Abwehrchef Hummels nicht anerkannt. TV-Bilder scheinen zu beweisen, dass der Ball klar die Linie überschritten hatte. Es wäre der Führungstreffer für die Dortmunder gewesen. Wegen der Szene entflammte die Debatte um die Torlinientechnik erneut. Die Mehrheit der Proficlubs hatte sich im März wegen zu hoher Kosten gegen die Technik entschieden, Bayern und Dortmund sowie viele Schiedsrichter waren indes dafür.

Meyers Fauxpas veranlasste Klopp zu sarkastischen Kommentaren. "Wenn Dante es geschafft hätte, die Szene vor der Linie zu klären, obwohl er mit dem Standbein auf der Linie und mit dem anderen Bein dahinter stand, könnte er mit der Nummer im Cirque du Soleil auftreten." Verärgert monierte Klopp das Fehlen eines Torrichters: "Wenn sie irgendwo in Sibirien spielen, dann stehen da fünf Mann auf der Torlinie. Aber beim Pokalfinale des größten Verbands der Welt gar keiner."

jen/DPA / DPA

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