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5:0-Sieg in der Allianz Arena: Bayern erteilen BVB brutale Lehrstunde

Ginge es nach diesem Spiel, wären die Bayern jetzt schon ein verdienter Meister. Mit 5:0 hat das Team von Niko Kovac Borussia Dortmund überrannt. Damit übernimmt der Rekordmeister die Tabellenführung - aber nur mit einem Punkt Vorsprung.

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Bayern München hat Borussia Dortmund im Spitzenspiel des 28. Spieltages hoch überlegen mit 5:0 aus der Allianz Arena gefegt und die Tabellenführung übernommen. Die Bayern haben allerdings nur einen Punkt Vorsprung, der Titelkampf ist damit noch nicht entschieden.

"Am Samstag, 18.30 Uhr, darf es keine Ausreden geben. Da muss gegen Dortmund geliefert werden", hatte Uli Hoeneß vor dem deutschen Clasico gesagt - und die Mannschaft lieferte auf sehr eindrucksvolle Weise. Der BVB war über die 90 Minuten nahezu chancenlos.

Bayern von Beginn an hellwach

Die Gastgeber waren von der ersten Sekunde hellwach. Schon nach 55 Sekunden hatte Mats Hummels nach einem Eckball die erste Kopfballchance, doch der Ball streifte deutlich am Tor vorbei. In dieser Taktung ging es weiter. Nur eine Minute danach war es Thomas Müller, der mit einem Pass in die Spitze Robert Lewandowski frei spielte. Der Pole legte sich den Ball aber zu weit vor und ließ sich danach theatralisch fallen - und so ungeschickt, dass er sich selbst dabei wehtat.

Der Beginn machte klar: Die Bayern wollten den Sieg - unbedingt. Der BVB wirkte hingegen schon in den ersten Minuten überfordert, bis auf eine Ausnahme. In der sechsten Minute konterten die Dortmunder über Bruun Larsen und Marco Reus, der Mohammed Dahoud freispielte. Der aber schoss vollkommen freistehend an den Außenpfosten - das war es dann mit der der Dortmunder Herrlichkeit. Was folgte, waren akutes Nervenflattern und Überforderung.

Hummels köpfte nach einem erneuten Eckball die Führung. Da waren gerade mal zehn Minuten gespielt. In der 17. Minute legte Lewandowski nach. Der Angreifer fing einen katastrophalen Fehlpass des vollkommen überforderten Innenverteidigers Dan-Axel Zagaou ab und netzte ein, BVB-Torwart Roman Bürki war wieder ohne Abwehrchance. 

Dortmund ließ alles vermissen

Die Gastgeber dominierten die Partie, die Dortmunder ließen alles vermissen, was man in einem Spitzenspiel braucht. Der Rekordmeister presste aggressiv, verlagerte das Spiel immer wieder geschickt. Gerade auf der linken Bayern-Seite lief Lukasz Piszczek häufig hinterher. Der Pole war nach acht Wochen Pause von Trainer Lucien Favre in die Startelf beordert worden - ganz offensichtlich ein schwerer Fehler, aber auch die anderen Feldspieler standen neben sich. Der einzige, der beim BVB auf dem Posten war, war Keeper Bürki.

Gegen Ende der ersten Halbzeit schlugen die Bayern erneut zweimal zu. In der 40. Minute schob der überragende Javier Martinez den Ball nach einem Querschläger von der Strafraumkante flach ins lange Eck. Drei Minuten später köpfte Serge Gnabry zum 4:0 ein - die erste Halbzeit war eine einzige Demütigung für die Schwarz-Gelben.

Nach der Pause ließen es die Bayern ruhiger angehen. BVB-Verteidiger Zagadou war da nicht mehr auf dem Platz. Favre nahm den 19-Jährigen vernünftigerweise aus dem Spiel und brachte für ihn Julian Weigl. Später schickte er noch Mario Götze für Dahoud und Marius Wolf für Piszczek auf den Rasen, am Spiel der Dortmunder änderte das nichts mehr. Die Partie war nach den ersten 45 Minuten entschieden. 

Lewandowski setzt den Schlusspunkt

Niko Kovac gönnte noch Franck Ribéry einen Auftritt, später kamen Leon Goretzka und Renato Sanches, die halfen, das Ergebnis zu verwalten. In der 89. Minute setzte Lewandowski nach Zuspiel von Gnabry mit dem Treffer zum 5:0 den Schlusspunkt einer beeindruckenden Leistung. 

Links steht Uli Hoeneß im Anzug vor einem großen FC Bayern-Wappen, rechts liegt er als jüngerer Mann im Krankenhausbett

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