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Fernsehpanne: Auf einmal war das Bild weg

Peinliche Panne beim Halbfinale: Während der zweiten Halbzeit fiel rund sechs Minuten lang das Bild aus dem Stadion aus - der Zuschauer musste sich mit einem Foto des ZDF-Kommentators Béla Réthy begnügen. Die Uefa machte zunächst ein Unwetter für die Störung verantwortlich, zog die Erklärung dann aber wieder zurück.

Kurz nach 22 Uhr wurde die ZDF-Übertragung des EM-Halbfinalspiels zwischen Deutschland und der Türkei unterbrochen. Nach etwa drei Minuten war Reporter Bela Rethy wenigstens per Ton aus Basel zu hören. Noch einmal drei Minuten später konnten die Zuschauer das Spiel im Baseler Stadion wieder auf dem Bildschirm und den Riesenleinwänden verfolgen.

Uefa-Sprecher Wolfgang Eichler hatte am späten Mittwochabend zunächst das schwere Unwetter über dem internationalen Fernsehzentrum (IBC) der EM in Wien für die Störung verantwortlich gemacht, das unter anderem zur Räumung der Wiener Fanmeile geführt hatte. Später zog er diese Begründung jedoch zurück. Die Umstände müssten erst untersucht werden, sagte Eichler.

ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz nannte die Störung die "ärgerlichste anzunehmende Panne" am Ende des weltweit übertragenen Fußballturniers. In der zweiten Halbzeit sei die Übertragung aus dem Baseler St. Jakob-Park für zunächst sechs Minuten und zehn Sekunden zusammengebrochen. Bei einem erneuten Stromausfall war eine Fortsetzung der Übertragung über Wien dann endgültig unmöglich. Das ZDF habe deshalb das Signal des Schweizer Fernsehens (SF) aufgeschaltet, das als einziges noch verfügbar war, weil es eine vom Stromausfall nicht betroffene Glasfaser-Direktverbindung zum Stadion hat. Dadurch sei man in der Lage gewesen, alle Tore zu zeigen.

Alle anderen Fernsehstationen in Europa seien verpflichtet, das offizielle Signal aus dem IBC in Wien zu verwenden. Ausgerechnet die Live-Übertragung des Halbfinalspiels der deutschen Mannschaft habe eine entscheidende technische Achillesferse offenbart. "Darüber wird noch zu reden sein", sagte Gruschwitz.

DPA

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