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Scholl appelliert an Bundestrainer: "Jogi sollte keinen Blödsinn machen"

Vor dem EM-Finale widmete sich ARD-Experte Mehmet Scholl noch einmal dem DFB-Team. Es wurde erneut ein Appel an Bundestrainer Joachim Löw - allerdings ganz anderer Natur als scheine scharfe Taktik-Kritik.

Mehmet Scholl arbeitet während der EM als Experte für die ARD

Mehmet Scholl arbeitet während der EM als Experte für die ARD

Mehmet Scholl hat sich vor dem EM-Finale zwischen Frankreich und Portugal noch einmal zu seiner scharfen Kritik am Bundestrainer und dessen Taktik-Umstellung gegen Italien geäußert. Man diskutiere da ja auf sehr hohem Niveau, so Scholl. "Jogi sollte keinen Blödsinn machen", mahnte er mit Blick auf einen möglichen Rücktritt des Bundestrainers Joachim Löw. "Er war fünfmal hintereinander bei großen Turnieren im Halbfinale. Die Spieler vertrauen ihm, bringen Leistung. Er baut starke Kader zusammen, die Mischung stimmt. Und die Mannschaft geht immer fit ins Turnier. Wenn diese drei Punkte stimmen, dann ist der vierte Punkt, ob man seine Taktik dem Gegner anpasst oder nicht, nur noch eine philosophische Frage", sagte Scholl. "Also bitte, Jogi, mach weiter", schloss Scholl seinen Appel.

Mehmet Scholl hatte den Bundestrainer und seinen Stab dafür kritisiert, gegen Italien auf eine Dreierkette gesetzt und die Mannschaft umgebaut zu haben. Insbesondere der persönliche Angriff auf den DFB-Chefscout Urs Siegenthaler war auf viel Kritik gestoßen und Scholl entschuldigte sich später für die Art und Weise, nicht aber den Inhalt. "Der Siegenthaler soll morgens bitte liegenbleiben", hatte Scholl gesagt.

Deutschland habe "ein gutes Turnier gespielt"

Der ehemalige FC-Bayern-Profi ließ auch den gesamten Turnierverlauf der Deutschen Revue passieren. "Das Ausscheiden war sehr schade. Sie haben ein gutes Turnier gespielt, auch gegen die Franzosen ein gutes Spiel gemacht. Am Ende waren es Kleinigkeiten, doch die hatten Wirkung."

fin

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