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Klassiker GER – ENG Zwischen "Oh no!" und "Her mit den Deutschen!": Englische Medien laufen schon fürs Achtelfinale heiß

Klassiker GER – ENG: Zwischen "Oh no!" und "Her mit den Deutschen!": Englische Medien laufen schon fürs Achtelfinale heiß
Sehen Sie im Video: Löw nach Zitterspiel gegen Ungarn – In Wembley "gibt es kein Pardon mehr!"




Nach einem intensiven 2:2 gegen Ungarn zieht Jogi Löw folgende Bilanz: "Ja, das war eines der schwierigsten Spiele überhaupt. Das muss man sagen. Aber das war im Vorfeld eigentlich auch von uns fast so erwartet. Ja, wie gesagt, die bringen die Gegner schier in Verzweiflung mit ihrer defensiven Organisation und mit ihrem Zweikampfverhalten und mit den Räumen zulaufen. Zwar klar, ich gebe nicht zu viele Räume wie gegen Portugal, wenn man gegen Gegner natürlich in Rückstand gerät. Zweimal. Da wird natürlich immens schwierig. Wir haben heute wirklich auch keine, fast keine Räume gefunden und auch keine Räume irgendwie geöffnet. In deren Defensive. Von daher war schwierig, was die Mannschaft gezeigt hat, war extrem gute Mentalität und viel Moral. Wir sind dran geblieben, haben uns nicht irgendwie ganz verrückt machen lassen. Von einem Rückstand auch nach unserem Ausgleich weiter drangeblieben. Wir haben Fehler gemacht, aber die Mentalität der Mannschaft war klasse." Der nächste Gegner der DFB-Elf ist England. "In England wird es zumindest einmal ein ganz anderes Spiel, weil die Engländer müssen zu Hause sicherlich auch nach vorne spielen, es gibt ein offenes Spiel, offener als es eben jetzt war, und von daher müssen wir ein paar Dinge logischerweise korrigieren. Da müssen wir schon auch jetzt absolut auf der Hut sein, weil so Flanken in den 16er Standardsituationen, da gibts jetzt natürlich auch kein Pardon mehr. Da müssen wir jetzt wirklich auch die Dinge besser machen. Absolut. Aber vor dem Spiel England. Es gibt ein anderes Spiel, was uns sicherlich entgegenkommt." Das Achtelfinale ist am Dienstag um 18 Uhr in Wembley.
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Deutschland und England standen sich bei Welt- und Europameisterschaften bislang sieben Mal gegenüber. Am kommenden Dienstag gibt es das achte Duell – und die englischen Medien schießen sich bereits auf die Partie ein.

Die englischen Medien haben sich unmittelbar nach dem 2:2 der deutschen Nationalmannschaft gegen Ungarn auf den Fußball-Klassiker im EM-Achtelfinale in London eingestimmt. "Oh no! Nicht schon wieder die Deutschen", schrieb die "Daily Mail". Der "Telegraph" forderte: "Her mit den Deutschen!" Die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw hatte sich als Gruppenzweiter für die K.o.-Runde qualifiziert. Die Engländer waren bereits am Dienstag als Sieger der Gruppe D ins Achtelfinale eingezogen.

Das Wiedersehen der beiden großen Fußball-Nationen bei dieser EM steigt am kommenden Dienstag im Wembley-Stadion. In London wird auch die Finalrunde des Turnier mit beiden Halbfinals und dem Endspiel (11. Juli) ausgerichtet. 

Deutschland gegen England – ein Duell mit Tradition

Deutschland und England standen sich bei Welt- und Europameisterschaften in bislang sieben Spielen gegenüber. Im legendären WM-Finale 1966 fiel das Wembley-Tor, die Engländer gewannen ihren ersten und bislang einzigen Titel. 24 Jahre später warf die DFB-Auswahl die Engländer im WM-Halbfinale von Turin im Elfmeterschießen aus dem Turnier. Auch im EM-Halbfinale 1996 – wieder in Wembley – gewann die deutsche Mannschaft vom Punkt.

"Es ist Deutschland in Wembley", schrieb der "Daily Star" zur "Neuauflage" von 1996. Das Wortspiel "Herr we go again", in etwa "hier sind wir wieder" mit der deutschen Anrede "Herr", brachten gleich mehrere Zeitungen.

mod DPA

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