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Studio statt Stadion Warum sitzt ARD-Reporter Tom Bartels nicht in Baku?

ARD-EM-Reporter Tom Bartels (Archivbild)
ARD-EM-Reporter Tom Bartels (Archivbild)
© Christoph Hardt / Geisler-Fotopress / Picture Alliance
ARD-Reporter Tom Bartels und Experte Thomas Broich sitzen beim EM-Spiel Türkei gegen Wales nicht im Stadion in Baku, sondern im Studio in Köln. Warum ist das so? Eine Kollegin der beiden klärt auf.

Rom, Kopenhagen, Sevilla oder Bukarest – das Leben als EM-Reporterin oder -Reporter für Fernsehen oder Radio gleicht bisweilen einer kleinen Europareise. Wohl auch ein Grund, warum es für viele ein Traumjob wäre, Fußballkommentatorin oder -kommentator zur sein.

Bei mehreren Spielen der EM 2021 gibt es jedoch Ausnahmen. So sitzen ARD-Reporter Tom Bartels und Experte Thomas Broich bei der Vorrundenpartie Türkei gegen Wales nicht auf der Pressetribüne im Nationalstadion der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku, sondern rund 3500 Kilometer entfernt im heimischen Köln. Sie kommentieren das Spiel vom Bildschirm aus.

EM: Köln statt Baku, Studio statt Stadion

Warum ist das so? Darauf gab Bartels' Kollegin Julia Metzner vom ARD-Hörfunk am Wochenende im Rundfunk Berlin-Brandenburg einen Hinweis. Sie wird unter anderem das Finale in London für die Radiowellen der ARD kommentieren – aus dem Wembley-Stadion.

Auch Metzner und ihre Kolleginnen und Kollegen aus dem Radioteam nehmen die Reise ins ferne Aserbaidschan für die insgesamt vier EM-Spiele nicht auf sich. Dies hängt mit dem besonderen Modus eines paneuropäischen Turniers und – natürlich – mit dem Coronavirus zusammen. "Es gibt unglaublich viele Begrenzungen und es gibt unglaublich viele Hürden", klärte Metzner mit Blick auf die Einreisbestimmungen wegen der Pandemie auf.

Daher gebe es einen Ort, von dem sie und ihre Kolleginnen und Kollegen nicht live aus dem Stadion berichten. "Das ist Baku, weil es einfach zu kompliziert ist und unser Team auch zu klein ist, um zu riskieren, dass dann jemand dorthin fliegt, was unglaublich kompliziert schon ist, und (...) dann zurückkommt und zehn bis 14 Tage in Quarantäne landet und nicht mehr einsetzbar ist", so die Sportjournalistin. "Das Ganze ist dann natürlich auch eine finanzielle Frage", räumte sie ein und bedauerte gleichzeitig, dass "es leider so ist, dass manchmal die Realität in Pandemiezeiten den journalistischen Qualitätsanspruch nach hinten bringt."

Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg


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