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Europa League Hannover 96 gewinnt 2 -1 in Poltava


Dass Hannover 96 nach einer 2:0-Halbzeitführung noch einmal unter Druck geraten würde, hätte wohl kaum einer gedacht. Doch Poltava machte nach dem Seitenwechsel Dampf, schaffte den Anschluss und drängte auf den Ausgleich - letztlich vergeblich.

Hannover 96 hat sich in der Ukraine bei Vorskla Poltava zu einem 2:1.Sieg gezittert und damit den ersten Dreier in der Europa League eingefahren. Der in der Ukraine hatte zwar einige Mühe gekostet, doch brachte er Hannover mit jetzt vier Punkten aus den ersten beiden Spielen in der Gruppe B in eine gute Ausgangsposition.

Nach der Heim-Nullnummer gegen Standard Lüttich sorgten Mohammed Abdellaoue (32.) und Christian Pander (44.) für die scheinbar beruhigende Pausenführung der im Europapokal weiter ungeschlagenen Niedersachsen. Der Tabellen-Sechste aus der Ukraine verkürzte durch Alexej Kurilov (50.) und hatte danach gute Chancen zum Ausgleich, kassierte aber seine zweite Niederlage.

Slomka setzt auf Lala 

Hannover spielte überraschend mit dem 35-jährigen Altin Lala in der Startformation. Der Routinier zählt seit mehr als zwei Jahren nicht mehr zur Stammelf. Für den albanischen Rekordnationalspieler blieb Manuel Schmiedebach 65 Minuten auf der Bank. Trainer Mirko Slomka setzte auf die Routine von Lala, doch der Mittelfeldspieler hatte immer wieder Probleme, wenn die Gastgeber schnell Richtung Tor unterwegs waren. Die 96er-Abwehrkette ließ in der ersten Hälfte allerdings keine großen Torchancen zu.

Hannover nach 20 Minuten stabiler 

Nach 20 wackeligen Anfangsminuten kehrte beim Tabellen-Sechsten der Bundesliga mehr Stabilität ein. Die ersten Warnschüsse gaben jeweils in der zehnten Minute Pander und Sergio Pinto ab. Panders Freistoß parierte Torhüter Sergej Dolganskiy, Pintos Versuch flog knapp am Pfosten vorbei.

Besser machte es nach einer Phase mit einigem Leerlauf Abdellaoue. Der Angreifer verschaffte sich nach Lalas Zuspiel mit einem Antritt etwas Platz und traf aus 25 Metern ins lange Eck. Hannover übernahm nach der sehenswerten Einzelleistung des Norwegers das Kommando in der erst um kurz nach 22.00 Uhr Ortszeit angepfiffenen Partie.

Jan Schlaudraff versuchte sein Glück oft mit Einzelaktionen, setzte sich aber erst kurz vor der Pause erstmals entscheidend durch. Seinen Rückpass verfehlte Abdellaoue zwar bei seinem versuchten Absatzkick, doch Pander war aus spitzem Winkel zum 2:0 zur Stelle.

Hannover zittert sich ins Ziel

Allerdings ließ Hannover die Gastgeber direkt nach der Halbzeit wieder ins Spiel kommen. Kurilov traf nach einem in die Mitte abgewehrten Freistoß mit einem Volleyschuss, den Kapitän Steven Cherundolo noch unhaltbar abfälschte.

Poltava witterte nun seine Chance, Torwart Ron-Robert Zieler stand immer häufiger im Mittelpunkt und musste unter anderem einen Freistoß von Pavel Rebenok (61.) und einen Schuss von Ahmed Januzi (64.) parieren. Rebenok traf nach Vorarbeit des agilen Roman Bezus (67.) sogar nur den Pfosten.

Hannover ließ gegen die überraschend starken Gastgeber nach dem Anschlusstor jegliche Souveränität vermissen, rettete den knappen Vorsprung aber ins Ziel.

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