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Steuerhinterziehung: Ex Bayern-Star Xabi Alonso droht lange Haftstrafe

Dem ehemaligen Fußballprofi, sowie Europa-und Weltmeister Xabi Alonso drohen wegen vermeintlicher Steuerhinterziehung bis zu acht Jahre Gefängnis. Der Spanier ist allerdings kein Einzelfall im Profifußball.

Xabi Alonso bei der Auslosung des CL-Achtelfinales

Xabi Alonso während der Auslosung des Achtelfinales der Uefa Champions-League. Dem Fußball-Pensionär könnten nervenaufreibende Monate bevorstehen. 

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Der ehemalige Fußballprofi Xabi Alonso, der unter anderem für den FC Liverpool, Real Madrid und Bayern München aktiv war, steht unter Verdacht eine erhebliche Summe Steuern unterschlagen zu haben. Dem Basken wird vorgeworfen, er habe Einnahmen aus Bildrechten am spanischen Fiskus vorbei geschleust und diese nicht offiziell deklariert. Das berichtet unter anderem das spanische News-Portal "el confidencial". Die Ermittlungen gegen den 36-Jährigen laufen demnach bereits seit drei Jahren. Alonso ist allerdings nicht der einzige Profi, dem Steuerhinterziehung vorgeworfen wird.

Xabi Alonso reiht sich neben Messi und Ronaldo ein

Nach den spanischen Medienberichten soll er seine Einkünfte über eine Briefkastenfirma auf Madeira am spanischen Staat vorbeigeschleust haben. Die im Raum stehende Summe der Einnahmen beläuft sich auf umgerechnet fünf Millionen Euro. Auch gegen die beiden Weltfußballer Cristiano Ronaldo und Lionel Messi wurde in den letzten Jahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ermittelt. Messi soll zwischen 2007 und 2009 insgesamt 4,16 Millionen Euro Steuern über Scheinfirmen in verschiedenen Ländern hinterzogen haben. 

Cristiano Ronaldo steht ebenfalls im Fokus der spanischen Behörden. Der amtierende Europameister soll auch über mehrere Jahre hinweg seine steuerlichen Abgaben auf diese Art und Weise verringert haben. Das prominenteste Beispiel für einen verurteilten Fall von Steuerhinterziehung bildet Uli Hoeneß. Der Präsident des FC Bayern München trat seine Haftstrafe 2014 an und wurde 2016 vorzeitig aus dem Justizvollzug entlassen.

fk

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