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#WeAreAllLeoMessi: Messi-PR des FC Barcelona geht gewaltig nach hinten los

Sie suchten Solidarität und bekommen Spott und Häme: Die PR-Abteilung des FC Barcelona wollte die Unterstützung der Fans für Leo Messi zeigen. Doch als Steuersünder hat man mehr Feinde als Fans.

Leo Messi steht im Trikot des FC Barcelona auf dem Rasen und fasst sich nachdenklich mit der linken Hand an den Mund

Satz mit X: Die Solidarität mit Steuersünder Lionel Messi hält sich außerhalb des FC Barcelona in engen Grenzen

Man hätte es wissen können - vor allem als PR-Profi. Doch dass auch ein Profi mal daneben liegen kann, zeigt die PR-Abteilung des FC Barcelona. Die wollte nämlich unter dem Hashtag #WeAreAllLeoMessi (dt.: "Wir sind alle Leo Messi") auf Twitter Solidaritätsbekundungen mit dem wegen Steuerhinterziehung verurteilten Superstar Leo Messi einsammeln. Doch das ging gehörig nach hinten los. Denn statt Sympathiebekundungen hagelte es Tweets von Usern, die sich ganz und gar nicht mit dem Spitzenverdiener und Steuersünder solidarisieren wollten.

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So schreibt Twitter-User Harry Charalambous: "Also werde ich nicht meine Steuern bezahlen" - inklusive eines kleinen Videos, wie ein Reicher sein Geld bündelweise ins Meer wirft.

"WeAreChelseaFC" schreibt: "Ich fühle mit Leo Messi. Er ist so arm dran, weil er seine Steuern nicht gezahlt hat."

Der auch in Deutschland bekannte Ex-Fußballprofi Jan Age Fjörtoft meint, dieses PR-Eigentor des FC Barcelona könnte das erste Zeichen sein, dass Messi den Verein vielleicht verlassen möchte. Doch seine zweite Erklärung erscheint deutlich wahrscheinlicher: "Oder die PR-Jungs haben einen Sonnenstich bekommen."

Auch Deutsche spotten über FC Barcelona

Und auch in Deutschland sorgt #WeAreAllLeoMessi für Kopfschütteln. Thomas M. vermutet, Uli Hoeneß könnte hinter dem Hashtag stecken.

Gudrun Lux hat wohl auch noch den Fall Hoeneß im Hinterkopf, wenn sie fragt, ob twittern mit dem Hashtag #WeAreAllLeoMessi einer Selbstanzeige gleichkommt.

Sportjournalist Pit Gottschalk twittert: "Messi hat das spanische Volk betrogen und der FC Barcelona fragt nach Solidarität? Kein #WeAreAllLeoMessi".

Twitter-Userin Jenny reibt sich verwundert die Augen: "Ich wusste gar nicht, dass wir alle Steuern hinterziehen."

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Nachsitzen wegen PR-Desaster

Einen Tipp für die PR-Abteilung des FC Barcelona hat der Fußball-Blog "Falsche Neun". Der empfiehlt Nachsitzen in der PR-Grundschule.

Sollte das nichts Nützen: Die ersten Twitter-User spekulieren schon, dass in der PR-Abteilung bald Jobs frei werden. Hikmat J. schreibt: "Falls der FC Barcelona auf der Suche nach einem neuen PR-Manager ist nach dem #WeAreAllLeoMessi-Desaster: Ich hätte Zeit."

Ob beim FC Barcelona gleich PR-Leute gefeuert werden, bleibt abzuwarten. Aber Nachsitzen ist für die PR-Abteilung vielleicht nicht die schlechteste Idee.

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tkr

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