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Frankfurter Römer: Riesen-Sause mit den Weltmeisterinnen

Eine Stadt in schwarz-rot-gold: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen ist am Montagabend in Frankfurt/Main angekommen. Tausende Fans bejubelten die Spielerinnen frenetisch auf dem Balkon des Rathauses.

Silvia Neid genehmigte sich einige Gläschen, Theo Zwanziger gab unermüdlich Interviews, und die Spielerinnen bewiesen auf der Tanzfläche dasselbe Stehvermögen wie zuvor beim dramatischen 2:0 im WM-Finale gegen Brasilien. Erst als in der Millionen-Metropole Shanghai längst der Morgen graute, krochen die WM-Heldinnen um Spielführerin Birgit Prinz und Torhüterin Nadine Angerer müde, aber glückselig in die Betten. Ein paar Stündchen Schlaf, dann ging es am Montagmittag (Ortszeit) zurück in die Heimat, wo die deutsche Mannschaft von Trainerin Silvia Neid abends zunächst am Frankfurter Flughafen und dann am Römer sehnsüchtig erwartet wurde.

Nach knapp elfstündigem Flug landeten die Heldinnen am Montagabend mit dem Lufthansa-Jumbo "Sachsen" auf dem Frankfurter Flughafen. Etwa 15 000 bis 20 000 Anhänger bereiteten den Fußball-Heldinnen dann um Punkt 19.25 Uhr am Römer einen begeisternden Empfang. "Ich freue mich, dass so viele Menschen hierher gekommen sind, um mit uns gemeinsam zu feiern", rief Bundestrainerin Silvia Neid in die Menge. Torjägerin Birgit Prinz und Spielmacherin Renate Lingor reckten immer wieder stolz den WM-Pokal in die Höhe. Und alle zusammen sangen mit heiseren Stimmen "ihren" Siegersong "We are the Champions" von Queen.

Von den Verantwortlichen der deutschen Männer-Nationalmannschaft gab es schon vorher nur Lob für die DFB-Frauen. Für Bundestrainer Joachim Löw waren die Spiele der deutschen Frauen "tolle Werbung und Fußball vom Feinsten". Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff beeindruckte besonders die mannschaftliche Geschlossenheit. "Der vorbildliche Teamgeist und Einsatzwille waren die Basis des Erfolgs."

Bei der Siegesfeier in Shanghai forderten die zahlreichen Party- Gäste - darunter auch die Akteurinnen des WM-Vierten Norwegen - DFB- Präsident Zwanziger lautstark zum Tanz mit Silvia Neid auf. "Theo, Theo"-Rufe schallten durch den Saal im Mannschaftshotel "Hua Ting". "Das ist schon klasse, was die Mädels geleistet haben. Das ist ein Team, auf das man stolz sein muss", sagte die 43-Jährige, der gleich bei ihrer WM-Premiere als Cheftrainerin der große Coup gelang. Das Glas in der einen, den Goldpokal in der anderen Hand - am liebsten hätten sie alle das gute Stück mit ins Bett genommen.

Doch diese Ehre blieb Birgit Prinz vorbehalten. "Ich passe schön darauf auf", versprach die Torjägerin, die sich noch nicht recht vorstellen konnte, schon am Sonntag wieder in den Bundesliga-Alltag zurückzukehren. Doch die 29-jährige Rekordspielerin, bei der WM als zweitbeste Akteurin hinter der Brasilianerin Marta mit dem "Silbernen Ball" ausgezeichnet, wird auch dieses kleine Problem meistern.

Die Hauptaufgabe der Frauenfußball-Verantwortlichen wird sein, den Medien-Rummel und die gestiegene Popularität zu dauerhaftem Boom zu nutzen. Am Sonntag verfolgten 9,05 Millionen Zuschauer den Triumph live im ZDF. Damit erreichte der TV-Sender einen Marktanteil von 50,5 Prozent. In der Schlussphase schauten sogar 11,53 Millionen Fans zu. "Die beeindruckende Zuschauerzahl ist auch ein verdienter Lohn für die überragenden Leistungen der deutschen Weltmeisterinnen", sagte ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz.

Die Nationalelf ist spätestens seit dem ersten WM-Titel 2003 ein Aushängeschild. Und der DFB tut seit Zwanzigers Amtsübernahme alles, um die Sympathieträgerinnen nach Kräften zu unterstützen. Dass sich jede Spielerin über 55 000 Euro Prämie als Lohn für die Anstrengungen freuen kann, ist für den DFB-Chef selbstverständlich. "Sie haben das wirklich verdient, weil sie so erfolgreich sind und den deutschen Fußball in der ganzen Welt hervorragend repräsentieren. Dann wollen wir sie nicht mit Krümeln abspeisen", sagte Zwanziger.

Sein Hauptanliegen ist es, den Mädchen- und Frauenfußball auch in der Breite zu fördern. Nachwuchssorgen gibt es ohnehin nicht, und mit der womöglich erfolgreichen Bewerbung um die Frauen-WM 2011 wäre ein weiterer Meilenstein erreicht. Zwanzigers Ziel ist es auch, die Bundesliga professioneller und attraktiver zu gestalten. FFC-Manager Siegfried Dietrich: "Eine spannende und ausgeglichene Liga ist auch für die Nationalelf wichtig. Wir müssen die Liga insgesamt stärken und als Premiumprodukt präsentieren. Ich hoffe, dass wir in Frankfurt bald einen Zuschauerschnitt von 2000 erreichen."

Auch andernorts müssen die Hausaufgaben gemacht werden, wenn der Steilpass der erfolgreichen DFB-Elf verwandelt werden soll. Noch sind die Strukturen größtenteils amateurhaft, zudem ziehen die Clubs selten an einem Strang. "Sie wissen, dass sie sich professioneller aufstellen müssen. Als DFB unterstützen wir das, aber die Umsetzung muss vor Ort geschehen", sagte Zwanziger. Längst haben große Männer- Clubs wie Bayern München, Werder Bremen, der Hamburger SV, VfL Wolfsburg und neuerdings auch Schalke 04 die Chancen erkannt, die das Markt-Segment Frauenfußball durch den hohen Sympathiefaktor bietet.

DPA / DPA

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(