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Fußball-Bundesliga: Der 13. Spieltag im Überblick

Die Bayern treffen im Derby auf 1860 München und Borussia Dortmund empfängt Leverkusen. VfB Stuttgart-Trainer Felix Magath fordert derweil wegen des Vertrakspoker seiner Jungstars ein Ende der "Rumeierei".

VfL Wolfsburg - Borussia Mönchengladbach

Das lange Warten auf einen Erfolg wird mehr und mehr zur schweren Last: Seit 21 Auswärts- und elf Punktspielen ist Mönchengladbach ohne Sieg. Ein von Trainer Fach angeordnetes Trainingslager in Isenbüttel soll den freien Fall stoppen. Doch die Hürde Wolfsburg ist hoch: Der VfL ist schließlich nach der Pleite in Freiburg um Schadensbegrenzung bemüht. Spielmacher D’Alessandro kehrte aus Argentinien erst am Freitag zurück, soll aber trotz der langen Reise eingesetzt werden.

VfB Stuttgart - Hannover 96

Der Vertragspoker von Kuranyi und Hinkel geht Trainer Magath mächtig auf die Nerven. Aus Sorge um den Verlust der Tabellenspitze forderte der VfB-Coach die Nationalspieler zu einem Ende "der Rumeierei" auf. Solch markante Worte sollen helfen, sich wieder auf sportliche Belange zu konzentrieren. Denn im Spiel gegen Hannover soll die gute Ausgangsposition ausgebaut werden. Nicht nur die gute Form spricht für den VfB: In den letzten sieben Heimspielen seit 1971 gegen die Norddeutschen gab es sieben Siege.

Werder Bremen - VfL Bochum

Auf den ersten Blick scheint die Sache klar zu sein: Noch nie konnte der VfL ein Bundesliga-Spiel in Bremen gewinnen. Doch der Aufwärtstrend der Bochumer verspricht Spannung. Zusätzliche Brisanz erhält das Duell des Dritten gegen den Sechsten durch die jüngste Meldung, wonach Abwehrspieler Fahrenhorst zum Saisonende vom VfL an die Weser wechseln soll. Bei Werder kehrt Ailton ins Team zurück und verdrängt Shooting-Star Nelson Valdez, beim VfL wird wohl die Erfolgself vom vergangenen Spieltag zum Einsatz kommen.

1. FC Köln - Hamburger SV

Die Jecken feierten am 11.11. den Beginn der fünften Jahreszeit, die Profis des 1. FC Köln bezogen Quartier im Trainingslager. Wie sich die fünftägige «Fortbildung» in der Sportschule Hennef auf die Form des Tabellenletzten auswirkt, wird das Schlüsselspiel gegen die Hamburger zeigen. In Anbetracht der kommenden Aufgaben gegen Bayern und Leverkusen ist ein Sieg beim Heimdebüt des neuen Trainers Koller Pflicht. Schließlich wartet der Gast seit fast einem Jahr (3:2 in Leverkusen am 30. November 2002) auf einen Auswärtssieg.

TSV München 1860 - FC Bayern München

Die "Löwen", seit dem 15. April 2000 in sechs Spielen ohne Sieg gegen die Bayern, lassen sich von der Negativserie nicht beeindrucken. Jungstar Lauth verspricht im 198. Lokalderby ein Tor gegen Nationaltorwart Kahn. 1860-Kapitän Schroth kehrt für sein 200. Bundesliga-Spiel zurück. Beim FC Bayern trüben Deislers psychische Probleme die Stimmung. Bei der Generalprobe für das Champions-League-Spiel am Dienstag in Glasgow fehlen außerdem die verletzten Scholl und Rau sowie der gesperrte Linke.

Borussia Dortmund - Bayer Leverkusen

Dem BVB winkt ein Vereinsrekord: Sieben Heimsiege in Serie zu Beginn einer Saison gab es noch nie. Doch die Stimmung ist gereizt: Der Streit mit Amoroso hat die Vorbereitung auf das Duell mit Leverkusen empfindlich gestört und die Freude über die mögliche Rückkehr von Rosicky und Conceicao getrübt. Beim Gast herrschen dagegen beinahe paradiesische Zustände - Vereinsklima und Personal- Situation sind tadellos. Ramelow kehrt nur zwei Wochen nach seinem Meniskuseingriff zurück, Placente steht nach Sperre wieder bereit.

FC Schalke 04 - Hansa Rostock

Der Tabellenstand ist mäßig, doch die Fans strömen weiterhin in Scharen. Auch gegen Rostock ist die Arena AufSchalke wohl ausverkauft. Nach den Diskussionen über die mutigen Zukunftsplanungen der Schalker, die sich um Kuranyi und Hinkel bemühen, soll nun erst einmal die Gegenwart gemeistert werden. Rechtzeitig vor dem Duell mit Rostock entspannte sich die Lage: Waldoch und Rodriguez kehrten ins Training zurück. Hansa reist nach dem 4:0 über Kaiserslautern mit Zuversicht, aber ohne die verletzten Plasnegger und Aduobe an.

1. FC Kaiserslautern - Hertha BSC (Sonntag, 17.30 Uhr)

In Kaiserslautern wachsen die Sorgen. Nicht nur das 0:4 in Rostock, sondern auch der angekündigte Vertragsausstieg des Hauptsponsors sorgten für neue Turbulenzen. In dieser Situation käme ein Sieg über Hertha BSC recht. Kapitän Knavs kehrt zurück und übernimmt die Aufgabe des gesperrten Mettomo. Auch dem Tabellen- Nachbarn aus Berlin könnte ein Sieg aus der Gefahrenzone verhelfen. Eine Schlappe wie beim letzten Auswärtsspiel in Wolfsburg will sich die Hertha ersparen, muss aber Marcelinho und Rehmer ersetzen.

SC Freiburg - Eintracht Frankfurt (Sonntag, 17.30 Uhr)

Vor heimischer Kulisse soll der Grundstein zum Klassenverbleib gelegt werden: Bei 13 Punkten aus 6 Spielen ist das den Freiburgern bisher gut gelungen. Mit einem Sieg in Bestbesetzung über Frankfurt könnte das Wort Abstieg vorerst aus dem Vokabular gestrichen werden. Eintracht plagen Abwehrsorgen: Keller und Cipi fehlen, der Einsatz von Tsoumou-Madza ist unwahrscheinlich. Zumindest die Erinnerung macht Mut: Immerhin gelang in Freiburg zuletzt ein 2:0 - allerdings in der 2. Liga.

DPA

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