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Fußball-Bundesliga: Meistertrainer Veh kehrt nach Stuttgart zurück

2007 hatte Armin Veh Stuttgart zum letzten Meistertitel geführt. Nach seinem Abschied aus Frankfurt ist es nun offiziell: Veh heuert wieder beim VfB an - und übernimmt das Traineramt von Huub Stevens.

Das Gerücht kursierte bereits seit Tagen durchs Schwabenland, nun ist es offiziell: Armin Veh wird zum zweiten Mal Trainer des VfB Stuttgart. Der 53-Jährige tritt seine neue Stelle im Sommer an und unterschrieb einen Vertrag über zwei Spielzeiten. "Wir haben sehr gute Gespräche geführt, und ich habe große Freude und Lust daran, hier in Stuttgart wieder etwas aufbauen zu können", sagte Veh. Bereits von Februar 2006 bis November 2008 hatte er den Club trainiert. Bei Eintracht Frankfurt hatte Veh bereits frühzeitig angekündigt, seinen nun auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern.

Veh hat die Kontakte zum VfB nie abreißen lassen. Als letzter Meistercoach der Stuttgarter von 2007 genießt der humorvolle wie eigenwillige Trainer am Neckar einen ausgezeichneten Ruf. Daran änderte auch seine Beurlaubung nach mehr als zweieinhalb Jahren im November 2008 nichts. Nach damals fünf Bundesligaspielen in Serie ohne Sieg war Vehs Meisterbonus aufgebraucht. Auch, dass das Alphatier dem VfB in Zusammenarbeit mit Sportdirektor Horst Heldt den ein oder anderen Millionen-Flop wie Ciprian Marica beschert hatte, störte die aktuelle VfB-Führungsriege wohl nur in Maßen.

Sportvorstand Bobic steht unter Druck

Präsident Bernd Wahler und vor allem der heftig in der Kritik stehende Sportvorstand Fredi Bobic stehen in der Pflicht. Nach nur zehn Bundesligaspielen hatte Kurzarbeiter #link;fussball-bundesliga-huub-stevens-verlaesst-den-vfb-stuttgart-2109662;Huub Stevens# nach dem 0:1 am letzten Spieltag beim FC Bayern München seinen Abschied angekündigt. "Ich fühle an meinem Körper, dass es eine schwierige Zeit war. Jetzt habe ich einige Wochen nötig, um wieder Kräfte zu sammeln", hatte der 60-jährige Niederländer erklärt, der der Mannschaft Ordnung, Disziplin und Fleiß eingeimpft hatte.

Ein Trainer mit einer schnörkellosen Handschrift schwebte den VfB-Granden schon lange vor. Einer, der seine Spieler offensiv, schnell und kombinationssicher einzustellen weiß. Einer, der sich nicht scheut, auf junge Spieler zu setzen, ohne dabei die Arrivierten vor den Kopf zu stoßen. Einer wie Veh, der das Potenzial in Frankfurt ausgeschöpft sah und sich deshalb zum Abschied entschlossen hatte.

Drei Coaches hatte Bobic in dieser Saison verschlissen, um den Betriebsunfall des VfB noch abzuwenden. Auf Abstiegskampf haben die Schwaben künftig überhaupt keine Lust mehr.

nck/DPA / DPA

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