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Fußball-Bundesliga: Mertesacker verhindert Bremens Absturz

Werder Bremen tritt im Abstiegskampf auf der Stelle: Dank des Treffers von Per Mertesacker hat das Team von Thomas Schaaf noch ein Unentschieden gegen Hannover erkämpft. Köln überrannte schwache Mainzer und verließ die Abstiegsränge.

Per Mertesacker hat mit seinem Ausgleichstor gegen Ex-Club Hannover 96 das Schlimmste verhindert und das 400-Spiele-Jubiläum von Bremens Trainer Thomas Schaaf einigermaßen erträglich gestaltet. Dagegen hat Hannover 96 durch das 1:1 (0:1) im Weserstadion die Bayern nicht vom dritten Tabellenplatz verdrängen können. Zuvor hatte Köln bei seinem vierten Heimsieg in Serie Mainz aus dem Stadion mit 4:2 (2:1) gefegt und den Relegationsplatz verlassen.

Mit seinem elften Saison-Treffer versetzte Didier Ya Konan (26.) Bremen zunächst in eine Art Schockzustand. Doch nach der Pause waren die eigentlich gut aufspielenden Bremer dann auch erfolgreich. Per Kopfball sorgte Mertesacker (50.) für einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf und verhinderte den Sturz auf den Relegationsplatz. Wiese-Ersatz Sebastian Mielitz verhinderte mit zwei Glanzparaden in der Schlussphase die durchaus mögliche Niederlage.

So schlecht standen die Bremer zuletzt vor 30 Jahren


So schlecht standen die Bremer im deutschen Fußball-Oberhaus nach 22 Spielen letztmals in der Saison 1979/80 da - es war die bislang einzige Abstiegssaison für das Team von der Weser. Hannover dagegen hat erstmals zu diesem Zeitpunkt in der Bundesliga-Geschichte 38 Zähler auf dem Punkte-Konto. Die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka hat ihr Saisonziel damit schon bald erreicht und kann sich neue Zeile setzen.

Mit aller Macht stemmten sich die Bremer gegen die 500. Bundesliga-Niederlage. Vor dem großen Nordderby gegen den Hamburger SV waren die Werderaner am Ende im Glück. Bei Schaafs rundem Dienstjubiläum machten die mit vier Offensivspielern angetretenen Hausherren von Beginn an Druck. Der kleine Marin hätte schon nach drei Minuten die Führung erzielen können, doch der junge Hannover-Keeper Zieler rettete zur Ecke. Als Prödl nach 20 Minuten einen Eckball von Kapitän Frings aus fünf Metern aufs Tor köpfte, rettete Schmiedebach auf der Linie.

Werden fehlen die zündende Ideen


Der fünfte Ballkontakt von Ya Konan sorgte für die Gäste-Führung. Schlaudraff hatte quer in den Strafraum gespielt. Der mit schicker Strumpfhose spielende Stürmer von der Elfenbeinküste ließ Silvestre und Mertesacker alt aussehen. Mielitz war gegen den Neun-Meter-Schuss chancenlos. Trotz der eisigen Temperaturen zog Trainer Schaaf seine Jacke aus und warf sie zornig auf den Boden. Kein Wunder, denn der Gegner hatte sich kaum Chancen erspielt, doch trotzdem ein Tor erzielt. Dabei hätten die Bremer eigentlich gewarnt sein müssen, denn dank dieser Effektivität hat sich Hannover in der Bundesliga nach oben gespielt.

"Wir müssen es weiter versuchen, den Druck weiter erhöhen müssen. Wir müssen das Spiel umbiegen", sagte Clubchef Klaus Allofs in der Pause. Kurz nach dem Wechsel war dann Mertesacker zur Stelle, sprang höher als Haggui. Der Nationalspieler köpfte das Leder aus sieben Metern ins Eck. Auch nach dem Ausgleich war Werder die bessere Mannschaft. Doch es fehlten zündende Ideen und natürlich Tore. Die hätten beinahe die Gäste erzielt. Stindl (80.) fand im Bremer Eratzkeeper genauso seinen Meister wie drei Minuten später Schlaudraff.

Köln begeistert Fans


Der 1. FC Köln hat sich mit einem hochverdienten 4:2-Sieg gegen Mainz 05 wieder Luft im Tabellenkeller verschafft. Die Tore für die Gastgeber erzielten von Lukas Podolski (3./55. Minute) und Milivoje Novakovic (43./60.). Die Kölner überrollten die enttäuschenden Mainzer, für die lediglich Sami Allagui zum 1:1 (31.) und der eingewechselte Petar Sliskovic (89.) trafen.

Der FC gewann erstmals in dieser Saison zwei Spiele nacheinander; das Gäste-Team vom Bruchweg holte dagegen bisher nur vier Zähler in der Rückrunde und kann im Moment nicht an die Erfolge in der Hinrunde anknüpfen. Kölns Sieg dagegen war hochverdient. Der überragende Podolski, von den Fans bei seiner Auswechslung in der 84. Minute gefeiert, hielt acht Tage nach dem 3:2 über Bayern München das fest, was als Zwischenbilanz in der Tabelle abzulesen ist: "Wir haben uns als Mannschaft weiterentwickelt. Man sieht die Handschrift des Trainers."

tis /DPA / DPA

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