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FUSSBALL: Elber: »Heute hat keiner mehr Angst vor der deutschen Nationalmannschaft«

Der dreimalige Fußball-Weltmeister Deutschland hat nach den enttäuschenden Auftritten in der jüngeren Vergangenheit seinen Status als Angstgegner im Ausland endgültig verloren.

Der dreimalige Fußball-Weltmeister Deutschland hat nach den enttäuschenden Auftritten in der jüngeren Vergangenheit seinen Status als Angstgegner im Ausland endgültig verloren. »Früher war das ganz anders. Wir aus Brasilien und Argentinien haben immer Angst gehabt, gegen die deutsche Nationalmannschaft zu spielen. Heute hat keiner mehr Angst vor der deutschen Nationalmannschaft«, sagte der 13-malige brasilianische Nationalspieler Giovane Elber vom FC Bayern München am Montagabend in einem Fernsehinterview.

Obwohl die DFB-Auswahl in der WM-Qualifikation mit neun Punkten aus drei Spielen vor dem nächsten Länderspiel am Mittwoch in Athen gegen Gastgeber Griechenland »ganz gut« dastehe, sieht Elber in dem gesunkenen Respekt der Gegner eine große Gefahr für die Mannschaft von Teamchef Rudi Völler. »Wenn keiner mehr Angst hat, wird das zum Problem«, meinte der 28-Jährige.

Ohne Respekt

Die 0:1-Niederlage der deutschen Mannschaft im vergangenen Monat beim Freundschafts-Länderspiel gegen Weltmeister Frankreich in Paris sei ein guter Beleg für den Imageverlust der DFB-Auswahl gewesen, sagte der Bundesliga-Profi. Nach dem frühen Führungstreffer zum 1:0 hätten die Franzosen nur noch »schön und attraktiv für die Zuschauer« spielen wollen, das Ergebnis sei für sie zweitrangig gewesen. »Die Franzosen wollten nur noch durch die Beine spielen, mit der Hacke und so. Daran sieht man, dass viele Leute den Respekt verloren haben vor der deutschen Nationalmannschaft«, betonte Elber.

Kahn als fähiger Kapitän

In der Diskussion um Nationalmannschafts-Kapitän Oliver Bierhoff würde Elber seinem Bayern-Teamkollegen Oliver Kahn die Übernahme des Amtes als Spielführer uneingeschränkt zutrauen. »Aber Kapitän hin oder her: Hauptsache ist, dass Deutschland besser Fußball spielt und in Griechenland gewinnt. Das ist im Moment das wichtigste«, erklärte der Bayern-Torjäger in der Sendung »Blickpunkt Sport«.

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