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Fußball international: Henry trifft bei Sensations-Comeback

Zehn Minuten brauchte der aus New York ausgeliehene Thierry Henry, um bei seinem Comeback für Arsenal zu treffen. Kurz nach seiner Einwechslung markierte der ehemalige Gunners-Held das Siegtor im FA Cup gegen Leeds United. 

Für einen Abend war bei Arsenal alles wieder wie früher. Der Gegner hieß Leeds United, zu den Hochzeiten von Arsène Wengers Ära noch ein regelmäßiger Kontrahent an der Spitze der Premier League, heute ein Zweitligist. Der Siegtorschütze hieß Thierry Henry - der beste Torschütze aller Zeiten bei den Gunners, aber zuletzt in Diensten von New York Red Bulls.

Arsenal jedenfalls steht in der vierten Runde des FA Cups, weil der gerade erst von New York ausgeliehene Henry, gerade eingewechselt, in unnachahmlicher Manier das Siegtor gegen Leeds erzielte. Einen besseren Einstand hätte der ehemalige Weltstar nach fünf Jahren Abwesenheit von London nicht haben können. In einem bis zu seiner Hereinnahme schwachen Fußballspiel hatte sich noch nicht viel getan, als Alex Song in der 78. Minute einen tollen Steilpass spielte.

Henry versprang der Ball bei der Annahme sogar etwas, aber ohne ihn erneut unter Kontrolle bringen zu müssen, schloss der Stürmer mit einem wunderbaren Rechtsschuss in die lange Ecke ab. Die Ballverarbeitung beim Abschluss war allerhöchstes Niveau und mag manchen der knapp 60.000 Fans im Emirates Stadium an früher erinnert haben.

Van Persie im Urlaub, Chamakh und Arshavin harmlos? Kein Problem!

Ohne den geschonten Robin van Persie, der mit seiner Familie in Dubai Urlaub machte, war Arsenal gegen diszipliniert verteidigende Gäste zuvor zwar zu Chancen, aber zu keinen guten Abschlüssen gekommen. Henry änderte das und deutete an, wie wichtig er für die Gunners in den schätzungsweise sechs Wochen noch werden kann, die er in Europa verbringen soll, bevor seine Ausleihe endet und er wieder in die USA zurückkehrt.

Ob er das aber wirklich macht? Sein Jubel jedenfalls stand dem der ausgelassenen Anhänger in nichts nach, und selbst Wenger umarmte seinen langjährigen Schützling voller Enthusiasmus. Henry wird in den Wochen, die er Arsenal wieder zur Verfügung steht, gegen Manchester United, Milan und Tottenham Hotspur wichtige Spiele bestreiten. All diese Gegner werden sich nach dem märchenhaften Einstand des Franzosen schon ein paar Gedanken machen müssen.

Denn außer Van Persie hatte Arsenal bislang in dieser Saison in der Offensive wenig zu bieten, was Marouane Chamakh (der nun sowieso erstmal mit Marokko beim Afrikacup weilt) und Andrey Arshavin gegen Leeds einmal mehr unterstrichen. Doch dann kam die Schlussphase. Und auf einmal waren alle Probleme der Gunners vergessen. Mal sehen, wie lange.

Daniel Raecke

sportal.de / sportal

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