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Fußball: Verwirrspiel um van Nistelrooy

Eines ist klar: Ruud van Nistelrooy will Manchester United verlassen. Doch wo wird er in der nächsten Saison spielen? Sowohl Bayern als auch Madrid vermelden, dass er sich für sie entschieden habe. Bayern wartet auf eine Antwort von ManU.

Im Millionen-Poker um Stürmerstar Ruud van Nistelrooy sieht der deutsche Rekordmeister FC Bayern München nun dessen Verein Manchester United am Zuge. "Van Nistelrooy hat uns gesagt, dass er sich vorstellen kann, für Bayern München zu spielen", sagte Bayern-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge in einem Interview der "Bild am Sonntag." "Wir haben bereits über Geld gesprochen. Den Rest muss Manchester United entscheiden."

Seit Wochen wirbt der deutsche Branchenprimus wie auch der spanische Topclub Real Madrid um einen Wechsel des 30 Jahre alten niederländischen Nationalstürmers. "Er gehört zu den besten Stürmern Europas, er ist ein Torgarant, und er ist eine Persönlichkeit", schwärmte Rummenigge. "Wir haben Zeit, die Transferliste ist noch über fünf Wochen offen."

Zweikampf von Bayern und Madrid

Doch nicht nur die Bayern rechnen damit, dass Nistelrooy in der nächsten Saison für sie stürmt. Auch die "Königlichen" sehen sich im Zweikampf um van Nistelrooy vorn. Ein Angebot von 15 Millionen Euro liege auf dem Tisch, hieß es in spanischen Presseberichten. Die Sportzeitung "Marca" vermeldete, der Niederländer wolle künftig lieber in Madrid als in München spielen. Van Nistelrooy spielt im Konzept des neuen Real-Trainers Fabio Capello eine wichtige Rolle.

Außerdem hofft der spanische Fußball- Club, dass Vereinspräsident Ramòn Calderón im persönlichen Kontakt mit dem Präsidenten des AC Mailand, Silvio Berlusconi, den brasilianischen Mittelfeldstar Kakà in die Hauptstadt holen kann. Nach spanischen Medienberichten wird Calderón in der kommenden Woche in Italien mit Berlusconi zu einem Arbeitsessen zusammentreffen. Real habe dem Brasilianer einen Vertrag über sieben Jahre angeboten, der ihm jährlich ein Nettoeinkommen von zehn Millionen Euro garantiere. Real wolle bis zu 60 Millionen Euro Ablöse an die Mailänder zahlen, die im Manipulationsskandal in erster Instanz mit Punktabzügen in der Serie A bestraft wurden.

Rummenigge will Zahlungen von der Fifa

Unterdessen forderte Rummenigge vom Weltverband Fifa Kompensationszahlungen für die Abstellung von ausländischen Nationalspielern. "Wir wollen, dass der Weltverband sich am DFB ein Beispiel nimmt. Dort gibt es einen Pool, in den eingezahlt wird", sagte der frühere Nationalstürmer dem Magazin "Focus". Durch das eingezahlte Geld würden im Verletzungsfall die Gehaltszahlungen beglichen. 700 bis 800 Millionen Euro habe die Fifa durch die WM an Gewinn erzielt, davon hätten die Clubs, die Akteure abstellen, aber nichts.

DPA / DPA

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