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Jagd auf Schiedsrichter: Gewalt-Exzess in der Kreisliga: "Spuckattacke, Faustschläge, Hetzjagden – so was noch nie erlebt"

Ein Relegationsspiel auf Kreisliga-Ebene in Duisburg ist dermaßen aus dem Ruder gelaufen, dass die Polizei nun wegen schwerer Körperverletzung ermitteln muss. Auf der Sportanlage des TuS Asterlagen spielten sich regelrechte Jagdszenen ab.

Polizei NRW mit mehreren Streifenwagen im Einsatz bei einem Kreisligaspiel in Duisburg

Mit mehreren Streifwagen musste die Polizei bei einem Spiel in der Fußball-Kreisliga Moers anrücken. Nach Gewalt gegen Schiedsrichter wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

DPA

Als Schiedsrichter Samet Alpaydin am vergangenen Samstag den zweiten Spieler des TuS Asterlagen vom Feld schickte, merkte er schnell, was die Stunde geschlagen hatte. Ein Schlag traf ihn ins Gesicht. Dann nahm Alpaydin die Beine in die Hand, verfolgt wurde er vom kräftig gebauten Spieler Kerim K., der offensichtlich außer sich war und sich kaum bremsen ließ. Das belegen Bilder, die die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" veröffentlichte.

Nach dieser Szene lief das Relegationsspiel zwischen Asterlagen und dem Büdericher SV um den Aufstieg in die Kreisliga A Moers (Niederrhein) schnell vollkommen aus dem Ruder und wurde abgebrochen. Am Ende musste ein Großaufgebot der Polizei die Lage beruhigen und sowohl das Gästeteam als auch das Schiedsrichtergespann von der Sportanlage des TuS geleiten. Nun laufen Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung gegen einen Co-Trainer und zwei Spieler. Die Unparteiischen wurden in einem Krankenhaus behandelt.

Stimmung während des Spiels war aggressiv

Eine detaillierte Beschreibung der skandalösen Ereignisse lieferte der Büdericher Trainer Stefan Tebbe. "Die Stimmung war aggressiv", berichtete er der "Neuen Rhein/Neuen Ruhr Zeitung" (NRZ). "Auch die Unparteiischen hatten in der zweiten Halbzeit sichtbar Angst", so Tebbe weiter, "der Schiedsrichter wurde ins Gesicht geschlagen, einer der Assistenten per Karatesprung zu Boden gebracht." Den Berichten zufolge wurde zudem auf dem am Boden liegenden Mann eingetreten.

Auch einer seiner Spieler sei geschlagen worden. "Wir haben versucht, die Schiedsrichter zu schützen. Vor allem [der Spieler] Michael van Husen, dem vom zweiten Rotsünder ein Kaugummi ins Gesicht gespuckt worden war, hat da Zivilcourage bewiesen“, berichtete Tebbe, der laut dem Bericht Polizisten und Behördenmitarbeiter im Verhalten in kritischen Situationen schult. Dennoch sagte auch er der "Rheinischen Post": "Spuckattacke, Faustschläge, Hetzjagden – so etwas habe ich noch nie erlebt."

Verein entschuldigt sich für Skandalspiel

In einem Posting auf der Facebook-Seite des Vereins entschuldigte sich der TuS Asterlagen für die Vorfälle. "Im Namen der gesamten Mannschaft von TuS Asterlagen, möchten wir mitteilen, dass wir die unsportlichen Geschehnisse im heutigen Spiel sehr bedauern und entschuldigen uns bei den Schiedsrichtern, sowie jedem einzelnen Zuschauer", heißt es da. Der Verein dulde in keiner Weise ein solches Verhalten. Entsprechende Schritte gegen die aggressiven Spieler seien bereits eingeleitet. Der Asterlager Trainer Tugay Yilmaz zeigte kein Verständnis für seine Schützlinge und forderte eine drakonische Strafe: "Diejenigen, die das alles zu verantworten haben, sollten die härteste Strafe bekommen", sagte er der Zeitung, "ich fordere lebenslänglich." Tatsächlich ist im Amateursport eine lebenslange Sperre möglich.

Ob es dazu kommt, wird sich während der Verhandlung des zuständigen Sportgerichts des Fußballkreises Moers weisen. Beim Fußballverband Niederrhein (FVN) verfolgt man mit Sorge die zunehmende Aggressivität in den unteren Spielklassen. Laut "NRZ" war es bereits der dritte Gewaltvorfall im Fußballkreis Moers allein während der Rückrunde. "Es geht um den Schutz der Schiedsrichter, die einige offenbar als Freiwild empfinden", sagte Peter Frymuth, FVN-Präsident und gleichzeitig Vize-Präsident des DFB der "Rheinischen Post". "Dieser Vorfall sollte alle sensibilisiert haben, sich nun endlich gegen diese Entwicklung zu stellen. Schiedsrichter sind nicht der Gegner. Sie verdienen Respekt. Wenn wir darauf keine Antwort finden, wird es schwierig, den Spielbetrieb in allen Bereichen aufrechtzuerhalten. Es werden sich dann schlicht keine Schiedsrichter mehr finden."

Skandalspieler erhält Bestnote

Warum es überhaupt zu den Aggressionen kam, ist unklar. Wie es heißt, wollte der TuS Asterlagen mit aller Macht zurück in die A-Klasse. Nach dem 1:8 von Gegner Büderich beim TuS Xanten im ersten Spiel der Aufstiegsrunde brauchte der TuS dafür jedoch einen 8:0-Sieg. Als es Mitte der zweiten Halbzeit 3:0 stand, war klar, dass es mit dem Aufstieg nichts werden würde. "Der gegnerische Trainer hat uns vorgeworfen, dass wir das erste Spiel der Aufstiegsrunde (...) verschoben haben. Dass wir absichtlich so hoch verloren haben und uns kaufen ließen“, berichtete Büderichs Coach Tebbe der "Rheinischen Post". Dass sein Team große personelle Probleme gehabt habe und nicht einmal einen regulären Torwart aufbieten konnte, habe den TuS-Coach nicht interessiert, "weil er so aufbrausend war".

Dass der Schock durch das Skandalspiel heilsam gewesen wäre, davon kann keine Rede sein. Auf dem Portal "fupa.net" wurde just Kerim K., der sich die Jagdszenen mit dem Schiedsrichter geliefert hatte,  unmittelbar nach dem Abbruch zum Asterlager Spieler des Spiels gewählt.

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Quellen: DPA, "NRZ", "Rheinische Post", "WAZ", "fupa.net", Facebook

dho

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(