HOME

Wolfsburg kassiert schwere Pleite in Gladbach

Miese Stimmung in der Auto-Stadt: Neben den Turbulenzen in der Vereinsspitze wird beim VfL Wolfsburg die sportliche Krise immer schlimmer. Nach dem desaströsen Auftritt in Gladbach droht der Absturz auf Platz 16.

Lars Stindl

Jonas Hofmann (l.) feiert mit Torschützen Lars Stindl

Getty Images

Ausgerechnet der langjährige Erfolgs-Trainer Dieter Hecking hat den erschreckend leidenschaftslosen VfL Wolfsburg noch tiefer in den Abstiegskampf gerissen. Mit Borussia Mönchengladbach führte Hecking den fast schon gleichgültig auftretenden VfL beim 3:0 (3:0) am Freitag teilweise vor. Den auch von Turbulenzen in der Vereinsspitze geplagten Wolfsburgern droht am viertletzten Bundesliga-Spieltag nun das Abrutschen auf Rang 16 - und damit wie im Vorjahr die Relegation.

Hecking hatte mit dem VfL 2015 den DFB-Pokal gewonnen, war Vize-Meister geworden und wurde selbst zum "Trainer des Jahres"
gewählt. Seit Heckings Entlassung vor fast genau anderthalb Jahren ist Bruno Labbadia bereits der vierte VfL-Trainer. Der 52-Jährige hat mit den Niedersachsen aber nur eines von acht Spielen gewonnen.

Gladbach wahrt Chance auf internationales Geschäft

Der Tabellenachte aus Mönchengladbach wahrte durch den erst vierten Rückrunden-Sieg seine kleine Chance auf die Qualifikation für die Europa League. Die Treffer für die Borussia erzielten Nationalspieler Lars Stindl (8.), sein Sturmpartner Raffael (35.) sowie Weltmeister Christoph Kramer mit einem kuriosen Freistoßtor (44.). Durch die beherzte Leistung sind die Gladbacher wohl auch der Versöhnung mit ihren zuletzt sehr kritischen Fans etwas näher gekommen.

Nach der Wolfsburger Niederlage ist die Besiegelung der Abstiege des Hamburger SV und des 1. FC Köln an diesem Wochenende nicht mehr möglich. Am nächsten Wochenende trifft Wolfsburg auf den HSV, der bei einem Erfolg gegen Freiburg am Samstag dann im direkten Duell sogar wieder Hoffnung schöpfen könnte.

Denn die Niedersachsen agierten vor 47 797 Zuschauern im Borussia-Park wie ein Absteiger. Mit haarsträubenden Fehlern in der Defensive, unerklärlichen Unkonzentriertheiten und einem ideenlosen Offensivspiel ergab sich der VfL früh seinem Schicksal. Torhüter Koen Casteels verhinderte mit einigen Paraden sogar noch Schlimmeres.

Schwer geschlafen beim dritten Gegentreffer

Bezeichnend für das Wolfsburger Desaster war das dritte Gladbacher Tor. Bei einem Freistoß an der Strafraumgrenze waren die Gäste noch damit beschäftigt, Spieler für die Mauer zu finden, als Schiedsrichter Tobias Stieler schon längst den Ball freigegeben hatte. Kramer bedankte sich und schoss den Ball ins leere Tor.

Es war der Tiefpunkt einer katastrophalen ersten Hälfte, als die Wolfsburger bei allen drei Toren kräftig mithalfen. Beim Führungstor von Stindl spielte Riechedly Bazoer einen unerklärlichen Rückpass und brachte damit den Nationalspieler ins Spiel, der wuchtig abschloss.

Beim zweiten Gegentor ließ William seinen Gegenspieler Jonas Hofmann nach einem 50-Meter-Pass von Jannik Vestergaard in aller Ruhe den Ball annehmen und abschließen. Casteels konnte zunächst parieren, war dann aber gegen Raffael im Nachschuss machtlos. Der VfL-Keeper verhinderte mit einer starken Fußabwehr gegen Stindl sogar noch einen weiteren Gladbacher Treffer (26.).

Fußball-Angeberwissen: Die verrücktesten Rekorde der Bundesliga


Die Abstimmung in der Wolfsburger Hintermannschaft war kaum vorhanden. Das galt auch für den millionenschweren Sommer-Neuzugang John Anthony Brooks, der erstmals seit Dezember nach überstandener Knieverletzung spielte und rot-gefährdet in der 28. Minute ausgewechselt wurde.

In der zweiten Halbzeit ließen es die Gladbacher gemächlicher angehen. Konnten sie auch, denn vom VfL gab es kein Aufbäumen. Hofmann hätte sogar erhöhen können, als er ohne Gegenwehr durch die Wolfsburger Abwehr marschierte und knapp das Tor verpasste (66.). 

tis/Holger Schmidt / DPA

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.