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Referee Deniz Aytekin: HSV nach lächerlichem Elferpfiff sauer auf den Schiri

Der HSV verliert trotz Führung beim 1. FC Köln - und die Verantwortlichen sind richtig wütend. Das Ziel ihres Ärgers ist Schiedsrichter Deniz Aytekin, der einen mehr als zweifelhaften Elfmeter pfiff.

HSV-Coach Bruno Labbadia regt sich mächtig auf

HSV-Coach Bruno Labbadia hielt nicht viel von der Entscheidung des Schiedsrichters Deniz Aytekin

Beim Hamburger SV ist man nach dem 1:2 beim 1. FC Köln mächtig sauer - und das nicht ganz zu unrecht. Beim Stand von 1:1 in der 80. Minute spielen die Hausherren einen schönen Konter. Ausgleichstorschütze Philipp Hosiner legt den Ball in den Lauf von Köln-Stürmer Anthony Modeste, doch der Franzose verstolpert den Ball im Strafraum, bekommt ihn nicht unter Kontrolle. Von hinten stürmt HSV-Verteidiger Emir Spahic heran und geht in den Zweikampf. Es gibt einen handelsüblichen Kontakt am Oberkörper und eine nur in der Zeitlupe wirklich erkennbare Berührung von Modestes Fuß an Spahics Kniekehle. Die Bewegung geht jedoch ganz klar von dem Franzosen aus und ist nur mit viel Fantasie ursächlich für dessen anschließenden Fall gewesen. Schiedsrichter Deniz Aytekin pfeift Elfmeter und stellt Spahic mit Rot vom Platz - eine mehr als zweifelhafte Sicht der Dinge.

"Das war eine krasse Fehlentscheidung. Wir sind zumindest um einen Punkt betrogen worden", sagte HSV-Coach Bruno Labbadia nach der Partie. Auch sein Gegenüber Peter Stöger pflichtete ihm fairerweise bei: "Von dort, wo ich stand, hätte ich den Elfmeter nicht gegeben." Nur Aytekin verteidigte seinen Pfiff auch noch nach Spielende. "Aus meiner Sicht hat es einen Kontakt im Fuß- und Rückenbereich gegeben", sagte der 37-Jährige zu der entscheidenden Szene. Na ja, nicht nur Aytekin verteidigte die Entscheidung. Auch der neue Sky-Schiedsrichter-Experte Peter Gagelmann, der seit der neuen Saison für Sky strittige Szenen bewertet, hielt zu seinem Ex-Kollegen Aytekin und bezeichnete die Situation als "klaren Elfmeter".

Der "gefoulte" Modeste verwandelte sicher vom Punkt zum 2:1 und Köln fuhr den Sieg danach nach Hause. Labbadia konnte sich im Interview mit dem TV-Sender Sky kaum beruhigen und zeigte sich "total genervt".

Finn Rütten

Wissenscommunity