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Torhüter vom FC Schalke 04 Manuel Neuer bekommt Konkurrenz: FC Bayern bestätigt Nübel-Verpflichtung

Manuel Neuer und Alexander Nübel
Alexander Nübel (r.) wird zunächst als Nummer 2 hinter Torhüter und Kapitän Manuel Neuer fungieren
© Arne Dedert / DPA
Der FC Bayern schnappt Schalke mal wieder die Nummer 1 weg. Wie schon Manuel Neuer 2011 wechselt Alexander Nübel im Sommer nach München. Der ehemalige U21-Nationaltorwart stellt sich dem Konkurrenzkampf mit dem Nationalhüter.

Der FC Bayern hat die Verpflichtung von Alexander Nübel vom FC Schalke 04 perfekt gemacht und damit einen Konkurrenten für Fußball-Nationaltorhüter Manuel Neuer verpflichtet. Wie der deutsche Rekordmeister am Samstag unmittelbar nach dem verspäteten Start der Sondermaschine ins Trainingslager in Katar mitteilte, kommt der bisherige Kapitän der Königsblauen im Sommer ablösefrei nach München und erhält einen Fünfjahresvertrag. 

Der 23-jährige Nübel gilt als eines der größten Torhüter-Talente im deutschen Fußball. Er wird sich nach seinem kontrovers diskutierten Transfer beim FC Bayern aber erstmal mit der Rolle als Nummer 2 hinter Teamkapitän Neuer in München begnügen müssen.

Manuel Neuer kam 2011 auch vom FC Schalke 04

Nübel geht denselben Weg wie Neuer, der im Sommer 2011 ebenfalls als Schalker Nummer eins nach München gewechselt war. Die Voraussetzungen sind aber deutlich andere. Neuers Konkurrent war damals Routinier Hans-Jörg Butt, der zuvor mit Thomas Kraft um den Platz zwischen den Pfosten gekämpft hatte. Neuer selbst ist hingegen beim FC Bayern momentan unantastbar und extrem ehrgeizig dazu. Selbst bei Testspielen räumt der 33-Jährige nur ungern seinen Posten.

Seinen bis Ende Juni 2021 datierten Vertrag soll Neuer auf Wunsch des Vereins demnächst sogar bis zum Sommer 2023 verlängern. Der gebürtige Gelsenkirchener schloss in einem "Kicker"-Interview eine Fortsetzung seiner aktiven Laufbahn selbst bis zur Heim-Europameisterschaft 2024 nicht aus. "Noch bin ich fit und von daher bereit!", sagte Neuer, dessen aktueller Schattenmann Sven Ulreich vertraglich noch bis zum Sommer 2021 gebunden ist.

Der nächste Karriereschritt Nübels zeugt von Selbstbewusstsein, auch wenn seine Spielanteile vorerst gering sein dürften. Die Führung der Bayern versucht offenbar Neuer zu bewegen, auf eine gewisse Zahl von Einsätzen zugunsten Nübels zu verzichten. 

Schalke-Boss Tönnies kritisiert Nübels Entscheidung

Die Schalker konnten den früheren U21-Nationaltorwart nicht mal mit einem Stammplatz, der Beförderung zum Kapitän und einem üppigen Angebot zur Vertragsverlängerung zum Bleiben bewegen. "Wir haben alles dafür getan, ihn auf Schalke zu halten. Nun müssen wir seine Entscheidung akzeptieren - kapieren tue ich sie nicht", hatte Aufsichtsratschef Clemens Tönnies in der "Bild"-Zeitung kritisiert. Nübel muss sich nach dem Vollzug des Transfers auf schwere, letzte Monate bei Schalke einstellen - nicht zuletzt bei den Fans. Ein Wechsel zum FC Bayern kommt bei ihnen stets schlecht an.

Die Kapitänsbinde bei Schalke ist Nübel los, wie Coach David Wagner am Samstag im Trainingslager in Spanien sagte. Es würde zu Unruhe führen, wenn Nübel Spielführer bliebe. Ob der Keeper überhaupt nochmal für Schalke spielt, ist zudem offen. Wagner sagte, er wolle erst nach dem dritten Rückrundenspiel bei Hertha BSC am 31. Januar entscheiden, ob der bis dahin gesperrte Nübel oder dessen Ersatzmann Markus Schubert für den Rest der Saison gesetzt ist. Den Auftritt der Schalker in München am 25. Januar wird Nübel auf jeden Fall auf dem Rasen verpassen. Seine Sperre nach einem Kung-Fu-Tritt gegen den Frankfurter Mijat Gacinovic läuft erst danach ab.

Die Schalker verlieren nach Leon Goretzka (FC Bayern), Max Meyer (Crystal Palace) und Joel Matip (Liverpool) den nächsten Leistungsträger und kassieren wieder mal keine Ablöse.

jum/DPA

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