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BVB-Star gibt Treuebekenntnis ab Hummels: "Man verdient hier in Dortmund genug"


Weltmeister Mats Hummels erteilt Manchester United einen Korb. Bei einem anderen Club als Borussia Dortmund mehr Geld zu verdienen, reize ihn nicht. Er schätzt treue Profis wie Steven Gerrard.

Manchester United, der FC Barcelona oder Arsenal London - die Liste der Interessenten an Weltmeister Mats Hummels ist lang. Immer wieder baggern internationale Topclubs mit Millionenofferten an dem Innenverteidiger von #link;www.bvb.de;Borussia Dortmund.# Dabei will Hummels doch einfach nur spielen - und zwar in Dortmund, wie er jetzt bekannte. "Es ist schön zu hören, dass Top-Klubs wie ManUtd Interesse an dir haben. Ich nehme das als Kompliment. Aber das beeinflusst mich überhaupt nicht. Man verdient hier in Dortmund genug", sagte der 25-Jährige in einem Interview mit dem "Bundesliga Magazine International".

Hummels, der am Abend mit dem BVB in Brüssel in der Champions League auf den RSC Anderlecht trifft (20.45 Uhr), schätzt die Entwicklung bei seinem Club und will deshalb möglicherweise auch auf ein deutlich höheres Salär verzichten. "Es wird immer Clubs geben, die mehr als der BVB zahlen, aber in meiner Zeit gab es hier enormen Fortschritt. Ich glaube, dass mir das reicht. Wenn ich irgendwann mal im Ausland spielen möchte, wird Geld nicht der Grund sein. Aber derzeit denke ich da überhaupt nicht drüber nach. Wir haben hier beim BVB immer noch so viel vor."

Maldini, Gerrard und Messi als Vorbild

Vielmehr schätzt der Nationalspieler, wenn Profis ihre ganze Karriere bei nur einem Verein verbringen. In Zeiten, wo Fußballer alljährlich für Unsummen das Trikot wechseln, hält er diese Spieler für die wahren Helden. "Da gibt es einige, und das sind alle herausragende Spieler. Paolo Maldini bei Milan etwa, oder Steven Gerrard. Ich hätte mich so für ihn gefreut, wenn er mit Liverpool die Meisterschaft gewonnen hätte. Messi spielt immer für Barcelona", schwärmte Hummels.

Aussagen, die die Fans in Dortmund bejubeln dürften. Nach den Abgängen von Mario Götze und Robert Lewandowski zum großen Rivalen Bayern München hatte das Bild von den elf Freunden, die mit dem BVB 2011 und 2012 zwei Meisterschaften und den Pokalsieg errungen hatten, Risse bekommen. Hummels betont jedoch diesen Zusammenhalt noch einmal: "Als wir die Meisterschaft 2012 zum zweiten Mal gewonnen haben, hätte jeder einzelne von uns überall hingehen können. Aber ich dachte: 'Nein, das, was wir hier haben, ist etwas wirklich Einzigartiges.' Man findet nicht oft ein Team, in dem die Leute wirklich miteinander befreundet sind. Wenn man die Chance bekommt, auf so einem hohen Level mit den Kumpels zu spielen, sollte man so lange wie möglich daran festhalten."

nck

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