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DFB-Pokal gegen Bayern: Wieder "Hurensohn": Mit diesen Sprüchen protestieren Schalker Fans gegen DFB und eigenen Klub

Die Anhänger von Schalke 04 und Bayern München haben im Pokalspiel auf eine erneute Eskalation im Streit mit dem DFB verzichtet. Die Fans von Königsblau meldeten sich dennoch zu Wort – sogar das Wort "Hurensohn" brachten sie unter.

"Dementer Fußball-Bund - Zusage gegen Kollektivstrafe vergessen - versucht ihr nun uns Fans mit Spielabbrüchen zu erpressen?"

"Dementer Fußball-Bund - Zusage gegen Kollektivstrafe vergessen - versucht ihr nun uns Fans mit Spielabbrüchen zu erpressen?", steht auf einem der Banner in der Schalke-Kurve

DPA

Vor dem Pokalspiel von Schalke 04 und Bayern München am Dienstagabend gab es vor allem ein Thema: Würden die Fans in der Schalke-Arena erneut Hassplakate gegen Dietmar Hop zeigen und möglicherweise sogar einen Spielabbruch provozieren? Nein, eine weitere Eskalation in dem Konflikt zwischen Fans auf der einen Seite und Vereinen und dem DFB auf der anderen blieb aus – zu Wort meldeten sich die Anhänger dennoch.

Im Laufe der einseitigen Partie, die die Bayern durch ein Tor von Joshua Kimmich 1:0 gewannen, wurden in der Schalker Nordkurve mehrere Banner hochgehalten, die Stellung in dem Konflikt bezogen: "Dementer Fußball-Bund – Zusage gegen Kollektivstrafe vergessen – versucht ihr nun uns Fans mit Spielabbrüchen zu erpressen?", war einer der Sprüche (siehe oben im Bild).

Sogar das Wort "Hurensohn" kommt vor

Sogar das vielfach kritisierte Wort "Hurensohn" brachten die Fans auf einem Spruchband unter, ohne direkt den Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp anzusprechen: "Wenn wir jetzt ein Hurensohn Plakat zeigen, hört Ihr dann auch auf zu spielen und wir schaffen es ins Elfmeterschießen?"

Auch den eigenen Vereinsvorstand und Schalke-Boss Clemens Tönnies attackierten die Anhänger: "Die Werte unseres Vereins habt ihr mit Tönnies verraten! Spart Euch Eure Stellungnahmen!". Ein anderer Spruch lautete, diesmal sogar in Reimform: "Die Medien schreien und Schalke spricht, nachgedacht wird wieder nicht! Sauber Vorstand".

Dietmar Hopp

Am vergangenen Bundesliga-Spieltag war es zu einem unrühmlichen Höhepunkt im Streit zwischen Fans und DFB gekommen. Bayern-Ultras hatten ein Hopp-Porträt im Fadenkreuz gezeigt und den SAP-Milliardär als "Hurensohn" bezeichnet.

Das Spiel zwischen dem FC Bayern und der TSG Hoffenheim wurde daraufhin vom Schiedsrichter unterbrochen, danach protestierten die Spieler auf dem Platz gegen die Fan-Aktion, in dem sie sich in den letzten 13 Minuten den Ball nur noch hin und her schoben – ein einmaliger Vorgang in der Bundesliga-Geschichte. Auch in anderen Stadien gab es die Hassplakate gegen Hopp. Hintergrund sind die vom DFB ausgesprochenen Kollektivstrafen gegen Anhänger von Borussia Dortmund.

tis

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