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Nationalmannschaft live bei RTL: "Es ist Free-TV, also ist alles okay"

ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz sieht kein Problem darin, dass RTL ab 2014 die Übertragungsrechte von DFB-Qualifikationsspielen erworben hat. Auch Dortmund-Trainer Jürgen Klopp findet "alles okay".

Der Zuschlag an den privaten TV-Sender RTL für die Übertragung der Qualifikationsspiele der Nationalmannschaft hat keine Auswirkungen auf den bestehenden Vertrag der öffentlich-rechtlichen Sender mit dem Deutschen Fußball-Bund. "Der bisherige Vertrag mit dem DFB ist so formuliert, das er nicht neu verfasst werden muss", sagte ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz der Nachrichtenagentur DPA.

ARD und ZDF hatten 2011 ihren Kontrakt mit dem DFB bis 2016 verlängert. Für geschätzte 175 Millionen Euro sicherten sich die Sender die Übertragungsrechte an Länderspielen sowie im Gesamtpaket unter anderem auch für den DFB-Pokal, die Frauen-Bundesliga und die 3. Liga. Da damals feststand, dass die UEFA die Qualifikationsspiele für die EM 2016 und die WM 2018 in einer Ausschreibung zentral vermarkten wird, wurden diese Partien bereits aus dem Vertrag ausgeklammert.

Keine Beeinträchtigung für Fußballfans

Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp hat sich vom Senderwechsel bei den TV-Übertragungen von den Qualifikationsspielen der deutschen Nationalmannschaft zur EM 2016 und WM 2018 "überrascht" gezeigt. Das sagte Klopp am Donnerstag im BVB-Trainingslager in Bad Ragaz. Für die Fußballfans unter den TV-Zuschauern sieht er keine Beeinträchtigung: "Es ist Free-TV, also ist alles okay."

"Ich habe ja Erfahrungen mit beiden Sendern gemacht", ergänzte Klopp. Der BVB-Chefcoach war schon für das ZDF wie auch für den künftig übertragenden Sender RTL als Experte tätig. "Bei Länderspielen bin ich ja ein reiner Fußballkonsument und werde mir es also auch dort anschauen", meinte Klopp.

jat/DPA / DPA

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