Nationaltorwart Bakterien im Magen - Enke fällt weiter aus


Der Einsatz von Nationaltorwart Robert Enke im entscheidenden WM-Qualifikationsspiel in Russland wird immer unwahrscheinlicher. Der Profi von Hannover 96 leidet nach Angaben des Clubs an einer bakteriellen Mageninfektion.

Nach rund zweiwöchiger Ungewissheit über Art und Auslöser der Erkrankung bei Nationaltorhüter Robert Enke konnten die behandelnden Ärzte am Freitag eine endgültige Diagnose stellen. Im Körper des Keepers vom Fußball-Bundesligisten Hannover 96 wurden sogenannte Campylobakter-Bakterien festgestellt, die bei einer Magen- und Darminfektion auftreten können.

Die diagnostizierte Krankheit erfordert eine Behandlung mit Medikamenten und ein reduziertes Training in den kommenden 14 Tagen. Für Enke dürfte die Qualifikationspartie am 10. Oktober in Moskau damit zu früh kommen. Der 32 Jahre alte Tormann hatte in der vergangenen Woche bereits das Spiel gegen Aserbaidschan (4:0) verpasst. Die Ursache für seine Krankheit war erst am Freitag nach mehreren Untersuchungen gefunden worden.

Enke hatte über schnelle Erschöpfung, häufige Mattheit und Schlafstörungen geklagt. Nun wurden sogenannte Campylobakter- Bakterien als Auslöser bestimmt. "Wir schließen nach verschiedenen Tests und Untersuchungen bei unterschiedlichen Experten andere Diagnosen aus", sagte 96-Mannschaftsarzt Wego Kregehr.

In Hannover wird Enke auch im Bundesliga-Spiel am Samstag gegen Borussia Dortmund von Ersatzmann Florian Fromlowitz vertreten. In der Nationalmannschaft sind die Chancen von Leverkusens René Adler auf weitere Einsätze in Russland und vier Tage später in Hamburg gegen Finnland gestiegen. Enke könnte bei bestem Behandlungsverlauf wohl erst eine Woche vor dem Qualifikations-Showdown wieder das Training aufnehmen und nur in einem Bundesliga-Spiel zum Einsatz kommen.

Bundestrainer Joachim Löw hatte für beide Spiele eigentlich mit Enke als Nummer 1 geplant, einen Einsatz nach der Erkrankung Enkes aber an eine baldige Genesung geknüpft. "Wenn er erst eine Woche vor der Abreise nach Russland das Training aufnimmt, wird er in Moskau eher nicht spielen", sagte Löw am Montag." Denn um optimale Leistung bringen zu können, braucht man neben körperlicher Fitness auch den Rhythmus regelmäßiger Einsätze", betonte Löw.

DPA/kbe


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