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Organisator der Katar-WM spricht von deutlich höheren Todeszahlen

Hassan Al-Thawadi
Hassan Al-Thawadi
© Getty Images
Erstmals hat ein Funktionär der Katar-WM von den höheren Todeszahlen unter Gastarbeitern gesprochen. Die Aussagen wurden aber schnell relativiert.

Erstmals hat sich ein Verantwortlicher aus Katar offener zu den Todeszahlen bei den Gastarbeiten wegen der Weltmeisterschaft geäußert. Offenbar unbeabsichtigt sprach Hassan al-Thawadi von deutlich höheren Zahlen.

Richtet man sich nach den seitens Katar genannten Todeszahlen bei den Gastarbeitern, ist stets von drei arbeitsbedingten Toden die Rede die Gewesen. Das sind die offiziellen Angaben, die der Ausrichter der laufenden Weltmeisterschaft stets gemacht hat.

Umso überraschender ist es, dass Hassan al-Thawadi nun urplötzlich von viel größeren Zahlen spricht. In der TV-Sendung 'Talk TV' sprach der Generalsekretär des Organisations-Komitees mit Piers Morgan. Dieser sprach al-Thawadi auf die Vorwürfe und auf die zahlreichen toten Arbeiter an.

"Die Schätzung ist bei etwa 400, zwischen 400 und 500. Ich habe die exakte Zahl nicht", musste er bei seiner Antwort vage bleiben (via Bild). Und trotzdem war diese Aussage sehr ungewöhnlich, weil er damit großflächig von der bisherigen Narrative abwich.

Wenig überraschend und recht schnell versuchte das Organisations-Komitee, die Aussagen von al-Thawadi einzufangen.

Er habe nicht über die Toten im Bezug auf die WM-Arbeiten gesprochen, so hieß es, sondern über die allgemeine Statistik zu arbeitsbedingten Unfällen. Also nicht auf die Weltmeisterschaft bezogen, sondern stattdessen aus sämtliche Bauarbeiten, die im Land zwischen 2014 und 2020 stattgefunden haben.

Dass der Gastgeber damit versucht, das augenscheinliche Zugeständnis des Komitee-Chefs umzudeuten, ist derweil keine Überraschung.

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Dieser Artikel wurde ursprünglich auf 90min.de als Organisator der Katar-WM spricht von deutlich höheren Todeszahlen veröffentlicht.

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