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P. Köster: Kabinenpredigt: Aubas dreist durchkalkulierter PR-Coup

Dass BVB-Torjäger Aubameyang nach dem Tor im Revierderby eine Sponsorenmaske aufgesetzt hat, ist peinlich und respektlos – nicht gegenüber dem Verein oder dessen Ausrüster, sondern gegenüber den Anhängern, findet stern-Stimme Philipp Köster.

Pierre-Emerick Aubameyang vom BVB jubelte nach seinem Treffer im Revierderby mit einer Maske seines Sponsors

Pierre-Emerick Aubameyang vom BVB jubelte nach seinem Treffer im Revierderby mit einer Maske seines Sponsors

Nein, besonders zufrieden war BVB-Boss Hans-Joachim Watzke nach dem Derby beim Nachbarn Schalke nicht. Trotz klarer Überlegenheit nur einen Punkt geholt, der Rückstand auf RB Leipzig schon wieder größer geworden – und da war auch noch die alberne Stoffmaske, die sich BVB-Torjäger Pierre-Emerick Aubemeyang nach seinem Führungstreffer übergezogen hatte, das Requisit eines Werbespots des persönlichen Ausrüsters. Und weil der nun aber blöderweise ein Konkurrent des BVB-Ausstatters ist, moserte Watzke über das Guerilla-Marketing: "Wenn der Mitbewerber sonst keine Aufmerksamkeit erregen kann, dann vielleicht so“.

Eine Wortmeldung, die vermuten ließ, Watzke hätte gegen den Maskenjubel nichts einzuwenden gehabt, wäre die Maske vom offiziellen Ausrüster zur Verfügung gestellt worden. Was viel über den Zustand des Profifußballs und das Denken seiner Funktionäre verrät. Denn der eigentliche Skandal ist nicht, dass Aubameyang vermeintliche Vermarktungsrechte verletzt hat. Sondern dass er einen der emotionalsten Momente dieser Saison für BVB-Fans, ein Tor im Derby gegen Schalke, für peinliches Sponsorenmarketing genutzt hat.

Der Maskenjubel zeigt, dass es im Profifußball wirklich überhaupt nichts mehr gibt, was nicht auf irgendeine Art und Weise zur Vermarktung freigegeben ist. Man sollte ja glauben, Profis hätten zumindest soviel Anstand, nach Toren nicht die jubelnden Mitspieler und Fans zur Kulisse solch grotesker Inszenierungen wie am Samstag zu machen. Aber in einer Szene, in der es offenbar wirklich nur darum geht, ständig und überall noch einen Euro extra herauszuschlagen, ist das nicht mehr zu erwarten.

Keine Einsicht bei Aubameyang

Wer anschließend wenigstens einen Hauch von Einsicht bei Aubameyang erwartet hatte, sah sich getäuscht. Der Gabuner meldete sich mit der leicht pampigen Twitter-Botschaft, er sei "wie ein Kind, das Fußball spielen will". Was die Sache für ihn eigentlich nur rufschädigender machte. Denn entweder ist Aubameyang tatsächlich so naiv und unbedarft, dass er sich vom Ausrüster hat bequatschen lassen. Oder die ganze Aktion war generalstabsmäßig geplant, wofür nahezu alles spricht, insbesondere der Umstand, dass ihm Dolmetscher Massimo Mariotti die Maske zuwarf und Trainer Tuchel offenbar eingeweiht war.

Sicher, der Torjubel beim Profifußball ist auch ohne kommerziellen Hintergrund längst eine sehr peinliche Veranstaltung. Da werden pathetisch Wappen geküsst und imaginäre Babys geschaukelt oder mit dem Finger zum lieben Gott hochgezeigt, der sich sicher dort oben im Himmel auch gerade wahninnig über einen Treffer des FC Ingolstadt oder den SV Sandhausen freut. Sogar nach simplen Abstaubern feiern Profis so egozentrisch, als sei der Treffer einem plötzlichen Geniestrich entsprungen.

Und trotzdem hat der dreist gesponsorte Jubel von Torjäger Aubameyang eine besondere Qualität. Es ist deshalb erstaunlich, dass die BVB–Verantwortlichen die Aktion nicht härter und entschiedener verurteilt haben und Sportdirektor Michael Zorc gar halblaunig abwiegelte: "Er soll das ruhig alle drei Jahre machen. Schöner wäre es, er hätte zwei Tore geschossen." Damit und auch nicht mit den 50.000 Euro Strafe, die der Stürmer zahlen soll, kann es nicht getan sein. Aubameyang sollte sich entschuldigen.

Aber nicht beim Ausrüster. Sondern bei den Anhängern.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.