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Nach BVB-Sieg Rätsel um Aubameyangs Suspendierung - Spott auf Twitter

Pierre-Emerick Aubameyang
Suspendiert, aber mit Stil: Pierre-Emerick Aubameyang im Inspector-Gadget-Outfit auf der Tribüne des Dortmunder Signal-Iduna-Park
© Bernd Thissen/DPA
Dass der BVB mit dem 1:0 über Sporting Lissabon bereits das Achtelfinale der Champions League erreicht hat, ging fast unter. Alle fragten sich, warum Pierre-Emerick Aubameyang nicht mitspielen durfte - und was für ein Outfit er da eigentlich auf der Tribüne trug.

Niemand ließ sich locken, keiner wurde schwach.
Ungeachtet der vielen Fragen nach den Gründen für die Suspendierung von Pierre-Emerick Aubameyang blieben alle Beteiligten im Anschluss an das 1:0 (1:0) über Sporting Lissabon die Antwort schuldig. Weder der Vereinschef, noch der Trainer und schon gar nicht die Spieler von Borussia Dortmund wichen von der offiziellen Version ab. Zumindest Fußball-Lehrer Thomas Tuchel deutete an, dass es sich um eine disziplinarische Maßnahme gehandelt haben dürfte: "Wenn konsequent, dann konsequent konsequent. Es ist uns sehr, sehr schwer gefallen.
Sie wissen alle, Auba ist unser Stürmer Nummer 1."

Die eigentliche Botschaft des Abends, dass der BVB sich nach nur vier Gruppenspielen bereits für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert hat, ging im Tohuwabohu um Aubameyang unter. Laut BVB hatte der beste Torschütze der Borussia aus "internen Gründen" nicht im Aufgebot für die wichtige Partie gestanden. "Das ist kein Warnschuss und keine Maßnahme, von der wir uns etwas erhoffen. Es war eine Maßnahme, die aus unserer Sicht nötig war und mit diesem Spiel beendet ist", kommentierte Tuchel.

Pierre-Emerick Aubameyang: Outfit-Spott bei Twitter

Zur Beruhigung trugen solche Aussagen nicht bei. Noch Stunden nach dem Schlusspfiff blühten die Spekulationen. Aubameyang verfolgte die Partie zusammen mit seinen beiden Brüdern Catalina und Willi von der Tribüne aus und verließ in der 87. Minute das Stadion vorzeitig. Sein gewohnt auffälliges Outfit sorgte dabei für Spott auf Twitter, wo sich viele User beim Anblick Aubameyangs an Inspector Gadget erinnert fühlten.

Fragen nach Gerüchten, wonach er noch am Montagabend in Mailand gesehen worden sein soll, ging er damit aus dem Weg. Dessen ungeachtet versicherte Tuchel, dass Afrikas "Fußballer der Jahres" schon am Samstag beim Bundesliga-Spiel in Hamburg wieder zum Kader gehören wird.

Ersatzmann Ramos erzielt das Tor des Tages

Das Fehlen des besten Angreifers blieb ohne negative Folgen.
Schließlich sorgte der für ihn ins Team gerutschte Adrian Ramos für den Treffer des Abends und dafür, dass der BVB die Tabellenführung vor Real Madrid auf zwei Punkte ausbaute. "Es ist eine klasse Leistung, in dieser Gruppe nach vier Spielen schon im Achtelfinale zu stehen", lobte Sportdirektor Michael Zorc.

Die frühe Qualifikation kommt der Borussia zupass. Schließlich kann sie sich in den kommenden Wochen auf die avisierte Aufholjagd in der Bundesliga konzentrieren. "Das Ergebnis rahmen wir uns ein und nehmen das Positive mit. Die Partie heute hilft sehr, um die Kräfte für die Bundesliga bündeln zu können", befand Tuchel. Allerdings widersprach der Coach der Theorie, dass die Mannschaft zuletzt mehr Wert auf die Champions League als auch die nationalen Aufgaben gelegt hat: "Wir haben kein Prioritätenproblem."

Derweil rundete Bayer Leverkusen einen erfolgreichen deutschen Champions-League-Abend mit einem weiteren Big Point ab: Beim 1:0-Auswärtssieg gegen Tottenham Hotspur im Londoner Wembley Stadion schoss Kevin Kampl in der 65. Minute den entscheidenden Treffer.

Heinz Büse/tim/DPA

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