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Premier League: Chelsea marschiert vorneweg

Chelsea London hat Arsenal London klar geschlagen und seinen Tabellenvorsprung vor Verfolger Manchester United souverän verteidigt. Michael Ballack saß allerdings auf der Bank. Liverpool siegte im Derby gegen Everton.

Mit Michael Ballack auf der Ersatzbank hat der FC Chelsea seine Tabellenführung in Englands Fußball-Premier League souverän verteidigt und Konkurrent FC Arsenal auf dessen Platz eindrucksvoll in die Schranken gewiesen. Die "Blues" schlugen die "Gunners" am Sonntagabend im London-Derby dank eines Doppelpacks von Didier Drogba mit 3:0 und haben weiter fünf Zähler Vorsprung vor Meister Manchester United.

Der Titelverteidiger gewann bereits am Samstag dank eines "Dreiers" von Stürmerstar Wayne Rooney und des 100. Liga-Treffers von Mittelfeld-Routinier Ryan Giggs mit 4:1 bei Schlusslicht FC Portsmouth. Der FC Liverpool verschaffte sich nach dem frühen Champions-League-Aus im 212. "Merseyside-Derby" am Sonntag gegen den Stadtrivalen FC Everton etwas Luft. Die "Reds" gewannen mit 2:0 und rückten auf den fünften Tabellenrang vor.

Im Emirates-Stadion, wo Chelsea-Trainer Carlo Ancelotti John Mikel Obi den Vorzug vor dem DFB-Kapitän gab, dominierte zunächst Gastgeber Arsenal. Gegen Ende der ersten Halbzeit schlug aber erst Chelsea- Stürmer Drogba (41. Minute) zu, dann verschuldete Thomas Vermaelen ein Eigentor (45.). Beide Treffer bereitete Chelsea-Verteidiger Ashley Cole vor, der gegen seinen alten Verein von den Arsenal-Fans gnadenlos ausgepfiffen wurde und auf seine Weise die Antwort gab. Kurz vor Schluss besiegelte abermals Drogba (86.) die Niederlage für die junge "Gunners"-Elf von Trainer Arsène Wenger.

Manchester United tat sich am Samstag in Portsmouth zunächst schwerer als erwartet. "Wenn ich vom Mond käme und das Ergebnis hörte, würde ich denken: Manchester United hat großartig gespielt und Portsmouth nicht so gut", sagte der neue "Pompey"-Trainer Avram Grant, dessen kurze Karriere bei Chelsea vom September 2007 bis Mai 2008 mit Niederlagen gegen "ManU" begann und endete. "Aber wir haben sehr gut gespielt", meinte Grant nach dem Spiel, in dem drei Treffer nach Foulelfmetern fielen. "Pompeys" elfte Niederlage am 14. Spieltag machte dies aber kaum erträglicher.

Rooney (25., 48., 54.) und Giggs mit einem präzise gezirkelten Freistoß (87.) trafen für United, während der stark spielende frühere Bundesliga-Profi Kevin-Prince Boateng für Portsmouth das zwischenzeitliche 1:1 besorgte (32.). Sowohl Rooney als auch Trainer Sir Alex Ferguson lobten danach Giggs als "außergewöhnlich" und "absolut unglaublich". "Er ist eine Ausnahmeerscheinung. Er wird noch locker zwei Jahre spielen", sagte Ferguson über den Waliser, der am Sonntag seinen 36. Geburtstag feierte.

Stadtrivale Manchester City rutscht nach dem 1:1 gegen Hull City und dem siebten Unentschieden in Folge dagegen allmählich in eine Krise. "Hughes' Tage sind gezählt", behauptete schon das Boulevardblatt "News of the World".

DPA / DPA

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