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Presseschau zum Bayern-Sieg: Wehe, wenn man die Bestie aufweckt

Die Leistung von Bayern München gegen Manchester überzeugte die internationale Presse nicht restlos. In Spanien weckt der Auftritt "Zweifel", in Italien ruft man allerdings die "Furie Bayern" aus.

Der FC Bayern steht im Halbfinale der Champions League. Beim 3:1-Sieg gegen Manchester United brauchte das Team von Pep Guardiola allerdings einen Wachmacher: Erst nach dem Führungstor von Uniteds Patrice Evra spielten sich Franck Ribéry, Arjen Robben und Co. in einen Rausch. Dementsprechend uneindeutig fällt das Presseecho aus, die einen legen München die Reaktion als Stärke aus, die anderen betonen die schwachen Leistung vor dem Rückstand. Ein Überblick:

Deutschland

Süddeutsche Zeitung: "Weil ein taktisches Experiment von Trainer Pep Guardiola missglückt, entdeckt der FC Bayern im Champions-League-Viertelfinale gegen Manchester United eine alte Qualität wieder: die emotionale Kehrtwende."

Bild.de: "Bye, bye Man United: Müller ist der Bayern-King."

Großbritannien

"Daily Mail": "Er ist dünn, arrogant und er liebt Schwalben...aber nach dem inspirierenden Bayern-Triumph muss man endlich einmal Arjen Robbens famoses Talent würdigen."

"Telegraph": "Rücksichtslose Bayern beenden Uniteds Saison."

Spanien

"El País": "Der FC Bayern zieht ohne Glanz ins Halbfinale ein. Das Spiel gegen Manchester gleicht eher einer Routineangelegenheit: Die Pflicht ist erfüllt."

"El Mundo": "Der FC Bayern steht im Halbfinale, weckt aber Zweifel. Die Münchner mussten gegen ManU mehr leiden als erwartet."

"Marca": "Die Bayern schießen drei Tore, ohne Fußball zu spielen - jedenfalls nicht so gut wie sonst. Die deutsche 'Bestie' war nicht gut in Form. Aber wehe wenn man sie aufweckt!"

"As": "Bayern München bleibt der große Titelfavorit in der Champions League. Gegen Manchester hatte die Guardiola-Elf aber alles andere als einen ruhigen Abend."

Italien

"Gazzetta dello Sport": "Bayern zittert. Evra macht United Hoffnungen, Mandzukic antwortet. Der Titelverteidiger geht nach Wiederanpfiff unter, aber dann reichen 17 Minuten, um die Engländer zu zerstören und das Halbfinale zu erreichen."

"Tuttosport": "Evra entfacht Bayerns Wut. Mandzukic, Müller und Robben machen die Aufholjagd der Panzer von Guardiola perfekt."

"Corriere dello Sport": "Furie Bayern. Evra weckt mit einem außergewöhnlichen Tor den bayrischen Stolz. Bayern ist weiter auf dem Weg zu seinem dritten Finale in der Champions League nacheinander."

"La Repubblica": "Illusion für Manchester, aber Bayern überrennt sie und will jetzt Geschichte schreiben."

"Corriere della Sera": "Das Gesetz der Bayern. Das Tor von Evra ist eine Illusion, am Ende lacht Guardiola."

Frankreich

"L'Équipe": "Es brauchte den Führungstreffer von Manchester und damit die Gefahr im Nacken, um die Bayern zu mehr Effizienz zu bewegen. (...) Die stolzen Manchester-Spieler haben gezeigt, dass es möglich ist, die großen Bayern auszuschalten. Allerdings nur für zwei Minuten."

Österreich

"Die Presse": "Bayern besteht englischen Härtetest."

"KronenZeitung": "Erst im Rückstand zeigte Bayern seine Superklasse."

feh/DPA / DPA

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