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Ron Makaay: Bayern will La Coruna verklagen

Der Trubel um den Makaay-Transfer will nicht enden. Rummenigge wirft Corunas Präsident Lüge und Erpressung vor. Der Bayern-Chef droht mit juristischen Schritten.

Nach dem wochenlangen Hickhack um den Transfer von Roy Makaay will der FC Bayern München beim Weltverband FIFA juristische Schritte gegen den Vereinschef von Deportivo La Coruna einleiten. "Wir wollen ein offizielles Verfahren. Da sind Dinge passiert, die werden diesem Herren noch leid tun", sagte Bayern-AG- Chef Karl-Heinz Rummenigge der "Bild"-Zeitung.

Er bestätigte, bereits erste Gespräche mit der FIFA- Rechtsabteilung geführt zu haben. Zudem forderte der Vize-Präsident des FC Bayern den Weltverband auf, beim Lizenzierungsverfahren "mal genau in die Bücher von Deportivo" zu schauen.

"Er hat Makaay regelrecht erpresst"

Demnach soll Deportivo-Präsident Augusto Cesar Lendoiro unter anderem den niederländischen Stürmer gezwungen haben, auf sein Juli-Gehalt zu verzichten, um den Wechsel zum deutschen Fußball-Rekordmeister zu ermöglichen. "Er hat Makaay regelrecht erpresst", sagte Rummenigge.

Millionennachzahlung "Unfug"

Rummenigge widersprach außerdem Meldungen aus La Coruna, wonach die Münchner im Erfolgsfall in Bundesliga und Champions League in den kommenden Jahren mehrere Millionen Euro nachzahlen müssten. Maximal seien weitere 1,5 Millionen Euro fällig. "Alle anderen Zahlen, die aus La Coruna mitgeteilt wurden, sind Unfug. Auch hier hat dieser Herr Lendoiro seine schmutzigen Finger im Spiel", sagte Rummenigge.

Makaay: Bayern "absoluter Top-Verein

Unterdessen hat Roy Makaay sein Schweigen gebrochen und seinen neuen Arbeitgeber in den höchsten Tönen gelobt. "Ich bin bei einem absoluten Top-Verein gelandet. Ich habe viel Gutes gehört, und es hat sich alles bestätigt. Ich weiß, dass ich der teuerste Einkauf aller Zeiten bin und die Erwartungen hoch sind, aber ich halte den Druck aus", sagte der 23fache Nationalspieler in einem Interview des niederländischen Fernsehens, das der Bayerische Rundfunk am Montagabend in seiner Sendung "Blickpunkt Sport" in Auszügen zeigte.

Gegenüber deutschen Medien will sich Makaay in Absprache mit dem FC Bayern bis zu seiner voraussichtlich am Mittwoch stattfindenden offiziellen Präsentation nicht äußern.

Der Wechsel von Makaay zum FC Bayern war am vergangenen Freitag nach zähen Verhandlungen für eine Ablösesumme von 18,75 Millionen Euro perfekt gemacht worden.

DPA

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