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Lewandowski-Backup: Transfer von Sandro Wagner zum FC Bayern wohl beschlossene Sache

Am Donnerstag verabscheidete sich 1899 Hoffenheim von der internationalen Bühne der Europa League. Ein weiterer Abscheid, nämlich der von Sandro Wagner in Richtung Bayern München, scheint nur noch Formsache zu sein. Beide Vereine werden sich vermutlich auf einen Wintertransfer einigen.

Sandro Wagner im Trikot von 1899 Hoffenheim

Sandro Wagner wird wohl nach der Winterpause für die Bayern jubeln

1899 Hoffenheim wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ohne Sandro Wagner die Rückrunde in der Bundsliga antreten. Wie Trainer Julian Nagelsmann auf der Pressekonferenz vermeldete, hänge der Transfer des deutschen Nationalspielers zum Rekordmeister wohl nur noch an Formalien. Man gehe davon aus, dass sich beide Vereine auf die geforderte Ablösesumme einigen werden. 

1899 Hoffenheim stellt sich auf einen baldigen Abschied von Fußball-Nationalstürmer Sandro Wagner ein. Der abwanderungswillige 30-Jährige wird wohl in der Winterpause als Backup von Robert Lewandowski zum FC Bayern München wechseln. "Ich denke, dass das über die Bühne gehen wird in den nächsten ein, zwei Wochen - wenn alles normal läuft", sagte Hoffenheims Trainer Nagelsmann nach dem 1:1 seiner Mannschaft gegen Ludogorez Rasgrad zum Europa-League-Ausklang des Bundesligisten.

Zurück zu den Wurzeln

Nagelsmann nannte bei seiner etwas unvermittelten Aussage am Donnerstagabend zwar nicht explizit den Namen Wagners. Er sprach aber von einer Personalie, die schon länger öffentlich sei. Bei dem anvisierten Wechsel geht es nur noch um die Ablösesumme für den Confederations-Cup-Gewinner: Wagners Vertrag bei den Kraichgauern läuft bis 2020. Im Gespräch sind etwa 15 Millionen Euro. Der siebenmalige Nationalspieler (5 Tore) würde gerne nach München zurück: Dort wohnt auch seine Familie, dort hatte er seine Profikarriere begonnen, ehe er über die Stationen MSV Duisburg, Werder Bremen, 1. FC Kaiserslautern, Hertha BSC und Darmstadt 98 in Hoffenheim landete.

Hoffenheimer B-Elf ohne Sandro Wagner

Gegen Rasgrad wurde Wagner geschont, das Nagelsmann-Team hatte bereits vor dem letzte Gruppenspiel keine Chance mehr auf ein Weiterkommen. Als Sturmspitze lief der lange verletzte Ex-Fürther Robert Zulj auf, ohne zu glänzen. Wagners Einsatz am Sonntag in der Bundesliga gegen Hannover 96 ist noch nicht sicher, da er immer noch unter Adduktorenbeschwerden leidet.

Für die B-Elf von 1899 traf vor nur 7814 Zuschauern in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena U21-Nationalspieler Philipp Ochs (25. Minute) mit seinem ersten Tor als Vereinsprofi. Für den Serienmeister aus Bulgarien war Wanderson (62.) erfolgreich. Dabei standen gleich fünf Spieler in der Startformation der Gastgeber, die noch nicht einmal ein Bundesliga-Spiel bestritten haben. "Ich bin sehr zufrieden über die neu zusammengewürfelte Mannschaft. Toller Charakter über 94 Minuten!", lobte Nagelsmann.

Die Hoffenheimer schieden mit fünf Punkten nach nur einem Sieg und zwei Unentschieden als Gruppenletzter aus. Rasgrad, das das Hinspiel mit 2:1 gewonnen hatte, erreichte in der Gruppe C wie Sporting Braga die nächste Runde. 

fk / DPA

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