Sonntagsspiele Bayern wieder ganz oben


Die Bayern haben zurückgeschlagen: Mit einem glanzlosen, aber souveränen Sieg gegen Bielefeld übernahm der Rekordmeister wieder die Tabellenführung von Werder Bremen. Im zweiten Sonntagsspiel machte Duisburg gegen Nürnberg im Abstiegskampf Boden gut.

Mit wenig Spielwitz, aber viel Routine hat der FC Bayern München den drohenden Verlust der Tabellenführung abgewendet. Dank Matchwinner Franck Ribéry setzte sich der deutsche Rekordmeister am Sonntag mit 1:0 (1:0) bei Arminia Bielefeld durch und verteidigte damit seinen Ein-Punkte-Vorsprung auf Werder Bremen. Bei stürmischem Wetter auf der Bielefelder Alm bewahrte der französische Nationalspieler Ribéry in der 22. Minute die Ruhe und erzielte den einzigen Treffer in einer über weite Strecken mäßigen Bundesliga-Partie. Vor 23 800 Zuschauern in der ausverkauften SchücoArena wehrte sich die Arminia tapfer, am Ende aber erfolglos gegen die achte Saisonniederlage.

Drei Tage nach dem unbefriedigenden 1:1 im Uefa-Cup beim SC Braga war von der von Kapitän Oliver Kahn geforderten Leidenschaft zunächst nur wenig zu sehen. In den ersten 20 Minuten waren es die Gastgeber, die mit den widrigen Bedingungen offenbar besser zurecht kamen und das Spiel diktierten. Jonas Kamper prüfte Bayern-Keeper Kahn mit einem Flatterball (9.), Sibusiso Zuma (19.) traf nach einer Flanke von Markus Schuler nur den Pfosten. Doch drei Minuten später schlugen die Bayern, bei denen der 17 Jahre alte Junioren-Nationalspieler Toni Kroos für Hamit Altintop in der Anfangself stand, in ihrer unnachahmlichen Bayern-Manier zu. Nach einem langen Pass von Luca Toni schüttelte Ribéry seinen Gegenspieler Radim Kucera ab, umkurvte Torwart Mathias Hain, schob aus spitzem Winkel zum.0:1 ein und ebnete damit den Weg zum 300. Bundesliga-Sieg für Oliver Kahn.

Elan der Ostwestfalen ließ nach

Nach dem überraschenden Gegentreffer ließ der vielversprechende Elan der Ostwestfalen merklich nach. Bis auf einen Schuss von Schuler (45.) bekamen die Zuschauer bis zur Pause keine Chance mehr zu sehen. Eine Schrecksekunde gab es für die Gastgeber, als Torhüter Hain kurz vor der Pause mit Miroslav Klose zusammenprallte und einige Minuten benommen liegenblieb. Nachdem sich der 34-Jährige zunächst noch gegen eine Auswechslung wehrte, wurde er zur Halbzeit doch aus dem Spiel genommen und mit Verdacht auf Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus gebracht. Für Hain stand nach dem Wechsel der Südafrikaner Rowen Fernandez erstmals vor heimischem Publikum zwischen den Pfosten.

Doch der 29-Jährige, der vor einer Woche bei der.0:3-Pleite in Bochum bereits Hain vertrat und dabei keine allzu glückliche Figur abgab, bekam kaum Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Das Münchner Star-Ensemble tat sich schwer gegen die Ostwestfalen. Die Partie plätscherte zunächst ohne nennenswerte Höhepunkte vor sich hin. Erst zehn Minuten vor Schluss musste Kahn bei einem Freistoß von Thorben Marx (80.) eingreifen, kurz darauf scheiterte Toni an Fernandez (81.)

Nürnberg rutscht tiefer unten rein

Im zweiten Sonntagsspiel hat der 1. FC Nürnberg durch die 0:1-Niederlage beim Abstiegskonkurrenten MSV Duisburg einen möglichen Befreiungsschlag verpasst. Jetzt hängt der Pokalsieger als 16. weiter im Tabellenkeller. Vor 20 313 Zuschauern erzielte Ivica Grlic in der 72. Minute das Siegtor für den MSV Duisburg, der nach fünf Heimniederlage hintereinander den zweiten Sieg im eigenen Stadion verbuchte und die "Rote Laterne" an Energie Cottbus abgab. In einer schwachen Begegnung lieferten beide Mannschaften über weite Strecken ein Bewerbungsschreiben für die Zweitklassigkeit.

Nürnberg konnte den Rückenwind vom 2:2 im Uefa-Cup am Donnerstag in St. Petersburg (Russland) nicht nutzen und kassierte die vierte Bundesliga-Auswärtsniederlage hintereinander. Dabei hatte die Mannschaft von Trainer Hans Meyer Pech, als sie zweimal nur das Aluminium traf. Schiedsrichter Markus Merk (Otterbach) nahm in der 78. Minute einen bereits für Duisburg gepfiffenen Foulelfmeter auf Intervention seines Linienrichters zurück.

DPA/tis DPA

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