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UI-Cup: HSV weiter, Wolfsburg ausgeschieden

Es war ein durchwachsener Abend für die Bundesligisten im UI-Cup. Während der HSV mit einem souveränen Sieg über Sigma Olmütz weiter kam, ging Wolfsburg beim RC Lens unter.

Den Hamburger SV trennt nur noch die Hürde FC Valencia vom UEFA-Cup. Der Bundesligist besiegte am Mittwochabend Borussia Dortmunds Bezwinger Sigma Olmütz verdient mit 3:0 (1:0) und zog nach dem 1:0-Hinspielerfolg ungefährdet ins UI-Cup-Finale ein. Dort haben die Norddeutschen gegen den FC Valencia am Dienstag zunächst Heimrecht, die Entscheidung fällt zwei Wochen später in Spanien.

Bei strömendem Regen setzten vor 31 358 Zuschauern der zweifache Torschütze Benjamin Lauth (30. und 82.) und die neue Mittelfeld- Hoffnung Rafael van der Vaart (56.) die Glanzlichter in einer vom HSV überlegen geführten Partie. Lauth, erstmals seit dem 2. April wieder in einem Pflichtspiel in der Anfangself, beschenkte sich einen Tag vor seinem 24. Geburtstag mit dem ersten Doppelpack im HSV-Trikot selbst. Neuzugang van der Vaart, schon im Hinspiel der Siegtorschütze, unterstrich nicht nur bei seinem Treffer, wie wertvoll er für den HSV werden kann.

Lauths drittes Comeback

"Wie wir in der letzten Wochen und auch heute aufgetreten sind, kann ich meiner Mannschaft nur ein Kompliment machen", sagte Trainer Thomas Doll und hatte vor allem für Lauth lobende Worte übrig: "Man sieht, er ist auf dem richtigen Weg und hat eine überragende Schusstechnik." Allerdings betonte Doll, er werde den Stürmer nach seiner monatelangen Verletzungs-Misere weiter behutsam aufbauen. Lauth selbst meinte: "Das war ja schon das dritte Comeback, ich freue mich einfach, dass es so gelaufen ist."

Auch mit dem zweiten Anzug - Doll ersetzte gleich fünf Stammkräfte - präsentierten sich die Hamburger drei Tage vor dem Punktspielstart gegen den 1. FC Nürnberg in Frühform. Dies galt vor allem für van der Vaart und Lauth. Der in der vergangenen Saison vom Verletzungspech gebeutelte Lauth stellte seine Vollstreckerqualitäten eindrucksvoll unter Beweis. Nachdem van der Vaart freistehend an Torhüter Tomas Lovasik scheiterte, nahm Lauth den Abpraller auf, lupfte den Ball gefühlvoll über den Keeper und beförderte ihn anschließend artistisch ins Netz.

Beim 2:0 tauschten die beiden Hauptdarsteller in der AOL-Arena die Rollen. Nach einem Zuspiel von Piotr Trochowski legte Lauth den Ball in den Lauf von van der Vaart, der Lovasik mit einem trockenen Flachschuss keine Chance ließ. Direkt im Anschluss durfte van der Vaart unter dem Beifall der Fans das Feld verlassen, Lauth aber brillierte munter weiter. Einen missglückten Abschlag von Lovasik fing er ab und vollstreckte zum Endstand. Sigma Olmütz enttäuschte auf der ganzen Linie und hatte nicht eine Torchacne, obwohl in der HSV-Innenverteidigung die beiden Stammkräfte Daniel van Buyten und Khalid Boulahrouz wegen leichter Verletzungen nicht mitwirken konnten. Gleiches galt für Kapitän Sergej Barbarez, der ebenfalls nur auf der Tribüne saß.

VfL Wolfsburg chancenlos

Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg ist hingegen auch beim fünften Anlauf im UI-Cup gescheitert. Nach einem mageren 0:0 im Halbfinal-Hinspiel unterlagen die Niedersachsen am Mittwochabend in der zweiten Partie beim RC Lens mit 0:4 (0:1) und mussten damit ihre Hoffnungen auf den Einzug in den UEFA-Pokal-Wettbewerb begraben. Aruna Dindane (43.), Seydou Keita (48.) und zwei Mal Issam Jemaa (88./90.+1) erzielten vor 25 000 Zuschauern die Tore für die Franzosen, die in den beiden Endspielen nunmehr auf CFR Cluj aus Rumänien treffen. "Zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff war das Spiel entschieden. Danach hatten wir keine Chance mehr", sagte VfL-Trainer Holger Fach enttäuscht.

DPA / DPA

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