HOME

2. Fußball-Bundesliga: Hertha rutscht immer tiefer in die Krise

Die Herbstmeisterschaft ruft, doch niemand scheint sie in der 2. Fußball-Bundesliga zu wollen. Top-Favorit Hertha BSC musste am 15. Spieltag die dritte Niederlage in Serie hinnehmen. Spitzenreiter Erzgebirge Aue kam gegen Ingolstadt nur zu einem 1:1.

Hertha BSC Berlin ist in der zweiten Liga durch ein 0:1 bei 1860 München tiefer in die Krise gerutscht. Erzgebirge Aue verteidigte durch ein 1:1 gegen den FC Ingolstadt erfolgreich die Spitze. Im Tabellenkeller wird die Situation für Arminia Bielefeld nach dem 1:4 gegen die SpVgg Greuther Fürth immer bedrohlicher. Top-Favorit Hertha BSC Berlin rutscht in der 2. Fußball-Bundesliga immer tiefer in der Krise. Die Mannschaft von Trainer Markus Babbel verlor am 15. Spieltag mit 0:1 (0:1) bei 1860 München und steht nach der vierten Pleite aus den letzten fünf Spielen erstmals in dieser Saison nicht mehr in den Aufstiegsrängen.

Erzgebirge Aue verteidigte durch ein 1:1 (0:0) im Aufsteigerduell gegen FC Ingolstadt erfolgreich die Spitze. Fortuna Düsseldorf feierte durch ein 1:0 (1:0) gegen den Karlsruher SC einen Befreiungsschlag in den unteren Tabellenregionen. Bei Energie Cottbus ging Trainer Claus-Dieter Wollitz nach dem 0:4 (0:2) beim FC Augsburg in den Interview-Streik.

Bei der Hertha brachten auch die taktischen und personellen Umstellungen von Babbel keine Besserung. Benjamin Lauth (11.) gelang das entscheidende Tor für die Münchner Löwen. Zu allem Überfluss sah Berlins Torhüter Marco Sejna in der Schlussphase wegen eines Handspiels außerhalb des Strafraums die Rote Karte (82.). Da Babbel schon dreimal ausgewechselt hatte, musste Feldspieler Fabian Lustenberger zwischen die Pfosten.

In Aue rettete Oliver Schröder (86.) Erzgebirge das Remis. Drei Minuten zuvor hatte Malte Metzelder die Gäste in Führung gebracht. Für die Düsseldorf stellte Sascha Rösler (8.) früh die Weichen auf Sieg.

Cottbus hatte am Samstag durch ein 0:4 in Augsburg den Sprung an die Spitze verpasst. Aus Verärgerung über die Rote Karte gegen Alexander Bittroff verweigerte Wollitz im Anschluss sämtliche TV-Interviews und die übliche Spielanalyse in der Pressekonferenz. "Ich gratuliere Augsburg zum verdienten Sieg", sagte der emotionale Coach und fügte erst auf Nachfrage hinzu: "Über die zwei Elfmeter müssen wir nicht diskutieren. Aber die Rote Karte war nicht in Ordnung."

Bittroff hatte in der 22. Minute nach einer Notbremse die Rote Karte gesehen. Nach sechs Pflichtspielen ohne Niederlage und dem spektakulären 6:0 im Ost-Duell gegen Aue war es ein missratener Nachmittag für die Lausitzer. Bei Augsburg nutzte Nando Rafael die Gunst der Stunde. Der Brasilianer verwandelte beide Foulelfmeter (15. und 23.) und sorgte mit seinem dritten Tor (83.) für den Schlusspunkt. Zudem traf Tobias Werner (58.) für den FCA, der seit acht Pflichtspielen ungeschlagen ist

"Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Es war imponierend, wie sie mit Dynamik, Einsatzbereitschaft und Willen den Gegner von Beginn an unter Druck gesetzt und zu Fehlern gezwungen hat. Wir haben das Tief vom Anfang der Saison überwunden und uns eine gute Ausgangsposition erarbeitet", sagte Trainer Jos Luhukay.

Weiter verschlimmert haben sich die Sorgen beim abgeschlagenen Tabellenletzten Arminia Bielefeld nach dem 1:4 (0:1) gegen die SpVgg Greuther Fürth. Trotz der dritten Niederlage im vierten Spiel unter seiner Regie zog Arminia-Trainer Ewald Lienen Hoffnung aus der Vorstellung seiner Mannschaft. "Wir haben eine Spitzenmannschaft wie Greuther Fürth über weite Strecken dominiert. Das gibt uns Mut für die nächsten beiden Spiele", sagte Lienen.

Edgar Prib (10.), Leonhard Haas (52./79.) und Sercan Sararer (88.) trafen für die Fürther, die sich mit dem dritten Sieg in Serie in der Verfolgergruppe etabliert haben. Baldo di Gregorio gelang für Bielefeld nur der zwischenzeitliche Anschlusstreffer (63.).

Wissenscommunity