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Uli Hoeneß: Hoeneß äußert Verständnis für Dortmund-Rebellen

Uli Hoeneß hat wieder zugeschlagen: Erneut kritisierte er in einem Interview Reals Finanzpolitik und zeigte auch Verständnis für die Weigerung einiger BVB-Stars, Gehaltskürzungen hinzunehmen.

Uli Hoeneß hat Neuzugang Roy Makaay nach drei Pflichtspielen ohne Torerfolg den Rücken gestärkt. "Ich würde mich immer für Roy Makaay entscheiden", sagte der Manager des deutschen Fußball-Meisters FC Bayern München am Montagabend im Nachrichtensender n-tv. Der für 18,75 Millionen Euro verpflichtete niederländische Stürmer konnte für die Bayern bislang noch keinen Treffer erzielen. "Er hat in der stärksten Liga der Welt 29 Tore geschossen", ist Hoeneß von den Qualitäten des vom spanischen Erstligisten Deportivo La Coruna nach München transferierten Nationalspielers überzeugt.

Erneut Kritik an Reals Finanzpolitik

Hoeneß kritisierte erneut das Finanz-Gebaren vieler europäischer Spitzenclubs. Der europäische Fußball habe "in den letzten fünf bis zehn Jahren absolut über seine Verhältnisse gelebt". Real Madrid sei zwar das "Nonplusultra" in Europa, doch die wirtschaftliche Grundlage fehle: «Ein Beckham wird auch in Madrid auf Schuldenbasis gekauft», so Hoeneß. Nach dem Champions-League-Sieg der Bayern vor zwei Jahren sei er deshalb «der glücklichste Mensch» gewesen, weil 2001 auch eines der wirtschaftlich erfolgreichsten Jahre des Vereins gewesen sei.

Unverständnis für die Gehaltsdebatte Die von Borussia Dortmund geführte Diskussion um eventuelle Gehaltskürzungen nach dem Scheitern in der Champions-League- Qualifikation kann Hoeneß nicht nachvollziehen. Für ihn gebe es "überhaupt keinen Zweifel daran, Verträge mit den Spielern nicht einzuhalten. Da erwarte ich von den Spielern, und dasselbe können die Spieler von uns erwarten".

Gegen eine Ausländerquote in der Budnesliga

Eine Ausländerbeschränkung könne nach Einschätzung von Hoeneß in der Bundesliga nicht eingeführt werden. "Wir leben in einer globalen Welt, wir wollen Europäer sein. Wir können nicht Ausländer ausgrenzen", sagte er. Trotz der aktuell geführten Diskussion sei er sicher, dass "wir bis 2006 eine gute Nationalmannschaft haben». In drei Jahren bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land rechnet Hoeneß mit einem Platz unter den "ersten Vier".

DPA

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