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FC Bayern München: Hoeneß zur Transfer-Debatte: "Langsam geht mir das auf die Nerven"

Uli Hoeneß hat sie sich erneut zur Transferpolitik des FC Bayern geäußert. Seine Worte klangen nun nicht mehr so vollmundig wie vor Monaten, als er eine gewaltige Transferoffensive angekündigt hatte. 

Uli Hoeneß feiert die bayerischen Baskeballer und beschwichtigt in Sachen Transfers bei den Fußballern des FCB

Uli Hoeneß feiert die bayerischen Baskeballer und beschwichtigt in Sachen Transfers bei den Fußballern des FCB

Getty Images

Uli Hoeneß fühlte sich richtig wohl in seiner Haut. Die Basketballer des FC Bayern München hatten gerade ihren Meistertitel verteidigt und der Präsident war mittendrin bei den Feiernden in der Halle. Dennoch musste Hoeneß den Journalisten auch Fragen nach den Fußballern beantworten, deren Mannschaft bekanntermaßen mächtig aufgerüstet werden soll. Auf die Frage nach weiteren großen Transfers antwortete Hoeneß: "Ich muss ehrlich sagen, langsam geht mir das auf die Nerven, dass man sich nur noch über Käufe definiert. Wir haben gerade zwei Titel gewonnen und wir sollten jetzt erstmal alle feiern." Transfers seien da fehl am Platz. "Ich kann versichern, am 15. August steht eine gute Mannschaft auf dem Platz", sagte Hoeneß in die Mikrofone.

Im Februar hatte Hoeneß ganz anders geklungen, als er in der Fußballsendung "Doppelpass" angekündigte: "Wenn Sie wüssten, was wir alles schon sicher haben für die neue Saison." Seitdem wurde einzig der Mega-Transfer von Verteidiger Lucas Hernandez von Atlético Madrid für 80 Millionen Euro vermeldet, bereits seit Januar steht die Verpflichtung von Weltmeister Benjamin Pavard fest, der für 35 Millionen vom VfB Stuttgart wechselt. Zusätzlich kommt das Sturmtalent Jann-Fiete Arp vom HSV.

Außer Hernandez gibt es noch keinen großen Transfer

Demgegenüber stehen zahlreiche Abgänge: Neben den altgedienten Stars wie Franck Ribéry, Arjen Robben und Rafinha wird Mats Hummels zu Borussia Dortmund zurückkehren. Jerome Boateng und James Rodriguez sind ebenfalls auf der Suche nach neuen Klubs. Den viel kritisierten Abgang von Hummels verteidigte Hoeneß: "Mats hat darum gebeten, dass er freigeben wird und daraufhin hat der FC Bayern die Gespräche aufgenommen. Das war ein ausdrücklicher Wunsch von Mats Hummels und seinem Vater. Und nachdem wir sehr viele Innenverteidiger haben, ist diese Entscheidung, glaube ich, total richtig", sagte Hoeneß, und fügte an "obwohl Mats eine sehr gute Rückrunde gespielt hat." 

Außer dem 80-Millionen-Kauf von Hernandez hat Sportdirektor Hasan Salihamidzic bislang keinen nennenswerten Neuzugang präsentiert. Dafür gibt es zahlreiche Spekulationen und Gerüchte. Die Verpflichtung von Nationalspieler Leroy Sané (Manchester City) soll in weite Ferne gerückt sein. Noch auf der Einkaufsliste stehen das umworbende Talent Callum Hudson-Odoi (FC Chelsea), Nicolas Pépé (OSC Lille) oder Gareth Bale (Real Madrid). Unterschriftsreif ist kein Vertrag.

Links steht Uli Hoeneß im Anzug vor einem großen FC Bayern-Wappen, rechts liegt er als jüngerer Mann im Krankenhausbett

Quellen: "Sky", "Sport1"

tis

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